Einen Weg aus der Gewalt finden

Das Foto zeigt von links nach rechts: Jana Schröder, Fachberaterin LaWeGa, Susanne Mittag, MdB und Ulla Bernhold, Gleichstellungsbeauftragte Landkreis Wesermarsch. BILD: PRIVAT

Die Initiative „Stärker als Gewalt“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) möchte möglichst viele Personen für das Thema häusliche Gewalt sensibilisieren, „denn nur gemeinsam sind wir stärker gegen Gewalt“. Über die Website www.stärker-als-gewalt.de finden Betroffene und Personen im Umfeld von Betroffenen Informationen und Hilfsangebote, wie sich Gewalt beenden lässt und wo sie Hilfe finden.

WESERMARSCH – Anlässlich der aktuellen Corona-Krise wurde bundesweit mit Unterstützung großer Einzelhandelsketten das Infoposter „Zuhause nicht sicher?“ gegen Häusliche Gewalt entwickelt. Susanne Mittag, die sich als Sozialdemokratin im Deutschen Bundestag für den Wahlkreis Delmenhorst, Landkreis Wesermarsch und dem Landkreis Oldenburg einsetzt, initiierte diese Kampagne lokal. „Eine regionale Telefonnummer schafft Nähe und senkt die Hemmschwelle sich bei Problemen zu melden.“, kommentiert die SPD-Bundestagsabgeordnete.

Infoposter wurde an öffentlichen Stellen verteilt

Zusammen mit den Frauenschutzhäusern in Delmenhorst, Vechta und im Landkreis Oldenburg sowie der Beratungstelle LaWeGa des Landkreises Wesermarsch wurde das Infoposter für die Region weiterentwickelt und an hiesigen öffentlichen Stellen verteilt. Das Infoposter mit Abrisszettel möchte über wohnortnahe Unterstützungsangebote aufklären. Die gute Vernetzung der regionalen Frauenschutzhäuser und Beratungsstellen ermöglicht Betroffenen und ihrem sozialen Umfeld eine schnelle und unkomplizierte Hilfe. In der Wesermarsch haben die Gleichstellungsbeauftragten der Städte und Gemeinden die Verteilung der Plakate vor Ort übernommen. Die Plakate verweisen auf die Beratungsstelle LaWeGa (Landkreis Wesermarsch gegen Gewalt an Frauen) in Brake, die es seit 2003 gibt; die Fachberaterinnen Frau Schröder und Frau Westerholt nehmen Protokolle zu Polizeieinsätzen und Selbstmeldungen entgegen und unterstützen Gewaltbetroffene, einen Weg aus der Misshandlungsbeziehung zu finden, so die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Wesermarsch Ulla Bernhold. Vor 30 Jahren initiierte sie zudem den Arbeitskreis gegen sexuelle Gewalt an Mädchen und Jungen. Die Mitglieder aus unterschiedlichen Tätigkeitsbereichen arbeiten unter langjähriger Geschäftsführung der Gleichstellungsbeauftragten zusammen und engagieren sich gegen sexualisierte Gewalt an Mädchen und Jungen.

Wer Hilfe und Beratung möchte, erreicht die Frauenschutzhäuser unter folgenden Telefonnummern:

Frauenhaus Vechta: 

04441/838 38

Frauenhaus Delmenhorst: 04221/968181

Frauenhaus LL Oldenburg: 04431/92842

Frauen- und Kinderschutzhaus Landkreis Ammerland und 

Wesermarsch:

0441/21001495

Beratungsstelle LaWeGa: 

04401/927-436


 

Liveticker

Weitere interessante Artikel

„Es gibt nichts Gutes, außer man tut es“

OVELGÖNNE – Die Bürgerstiftung Ovelgönne besteht seit nunmehr 10 Jahren, nachdem sie am 2. August 2010 per Urkunde des Niedersächsischen Innenministeriums für ...

„Bildung macht das Leben lebendig“

Jede Hochzeit etwas Besonderes

ELSFLETH – Rund 400 Paare hat Dörte Brunßen im Laufe ihrer Amtszeit im Standesamt Elsfleth getraut, erzählt sie. Zum Ende des Monats tritt sie den Ruhestand an. Ihre Arbeit im ...

Erst vermeiden und dann baggern

WESERMARSCH – Laut dem niedersächsischen Umweltministerium wird die vor einigen Jahren konzipierte Lösung nicht mehr ausreichen, um weitere Versalzungen der Siele und Gräben in ...