Klima-Engagement wird belohnt

Grund zur Freude: Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (rechts) nahm die Auszeichnung zusammen mit Dana Wölki, Regionales Umweltbildungszentrum, und Tarek Abu-Ghazaleh, Fachdienst Umweltmanagement, entgegen. BILD: ULRICH PUCKNAT

OLDENBURG - Die Stadt Oldenburg darf sich erneut mit dem Titel „Niedersächsische Klimakommune“ schmücken. Beim Wettbewerb „Klima kommunal“, den die kommunalen Spitzenverbände und das Umweltministerium ausrichten, wurden damit die Solar- und Bildungsinitiativen der Stadt gewürdigt. Verbunden ist die Ehrung mit einem Preisgeld von 20.000 Euro. 

Oldenburg trägt bereits zum zweiten Mal nach 2016 den Titel. Oberbürgermeister Jürgen Krogmann nahm die Auszeichnung gemeinsam mit Tarek Abu-Ghazaleh, Fachdienst Umweltmanagement, und Dana Wölki, Regionales Umweltbildungszentrum (RUZ), bei einer Festveranstaltung in Hannover entgegen. „Ich freue mich, dass unser verstärktes Engagement im Klimaschutz Anerkennung findet. Für uns ist das ein Ansporn, nicht nachzulassen“, sagte Krogmann.

Der von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen organisierte Wettbewerb zeichnet alle zwei Jahre herausragende kommunale Klimaschutzprojekte aus. Aus 54 Bewerbungen hatte eine Expertenjury die Preisträger ausgewählt. 

Erfolgreich beworben hat sich die Stadt Oldenburg mit ihrem Solarprogramm und dem vom Regionalen Umweltbildungszentrum getragenen Unterrichtsangebot „Mobile Klimaschutzschule Oldenburg“. Die Jury hob in ihrer Entscheidung die Kontinuität im kommunalen Klimaschutz bei gleichzeitig innovativem Vorgehen bei der Umsetzung hervor.

Mit ihrem umfangreichen Solarprogramm leiste die Stadt einen wertvollen Beitrag zur Urbanisierung der Energiewende, heißt es in der Jurybegründung. „Insbesondere die Aufnahme der Verpflichtung zur Installation von Solaranlagen in Bebauungsplänen, ist ein wegweisendes Beispiel für kommunalen Klimaschutz. Hier zeigt sich: Ein konsequent umgesetzter politischer Wille kann zum effektiven Klimaschutz entscheidend beitragen“, lobte Laudator Thorsten Bludau, Beigeordneter des Niedersächsischen Landkreistags und Jury-Mitglied.

Die Solardachkampagne hat das Ziel, die solare Energieerzeugung und Energienutzung maßgeblich zu erhöhen. Dazu tragen intensive Öffentlichkeitsarbeit und schulische Bildungsangebote, ein Solardachkataster mit Wirtschaftlichkeitsrechner, ein Solarstromcheckangebot, ein Photovoltaik-Förderprogramm, Vorgaben in Bebauungsplänen und städtebaulichen Verträgen sowie ein Mieter-Solarstromprojekt bei. 2019 gab es im Stadtgebiet 1.410 Dächer mit Photovoltaik-Anlagen und einer installierten Leistung von rund 19.500 kW. Darüber hinaus geht die Stadt mit gutem Beispiel voran und stellt ihre eigenen Dachflächen zur Verfügung: Auf 34 kommunalen Dächern sind bereits auf 5.700 Quadratmetern Photovoltaik-Anlagen installiert. 

„Die mobile Klimaschutzschule strahlt als städtisches Bildungsangebot in besonderer Weise: Die Kombination aus E-Learning-Stationen, kombiniert mit dem persönlichen Erlebnis, einen Klima-Rucksack zu packen und sich schließlich mit der Vision der eigenen Lebenswelt im Jahr 2040 zu beschäftigen, macht die Klimaschutzschule seit vielen Jahren für die Jugendlichen zu einem einmaligen Erlebnis“, so die Jury in ihrer Begründung. Bisher konnten mehr als 2.500 Schüler für eine nachhaltige Entwicklung sensibilisiert werden.


 

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