Millionen-Förderung für Pius-Hospital Oldenburg

Artikel vom 28.11.2021

Markus Minten

Ein hochmoderner Operationssaal ist im sogenannten F-Flügel entstanden. Bild: Torsten von Reeken

Das Pius-Hospital Oldenburg erhält für die weitere Sanierung eine Millionen-Förderung. Die brachte die Ministerin nach Oldenburg – und war von den jüngsten Neuerungen begeistert

Merklich beeindruckt war Daniela Behrens am Montagvormittag nach einem Rundgang durch die neue Intensivstation und den neuen Zentral-OP des Pius-Hospitals. Die Landesgesundheitsministerin äußerte angesichts der ihr präsentierten „zukunftsweisenden Konzepte“ ihre Anerkennung – und stellte in Aussicht, „das Haus, das im Ministerium einen guten Ruf hat,“ auch bei

weiteren Maßnahmen zu unterstützen. Einen ersten Anfang machte ein Förderbescheid über fünf Millionen Euro für künftig anstehende Baumaßnahmen. Gedacht ist das Geld für die Investitionsmaßnahme „Umstrukturierung OP/Ersatz F-Flügel, Sanierung Intensiv, Gynäkologie-OP, Zentrale Umkleide“.

Wertschätzung für Arbeit

Die Sicherstellung einer qualitativ hochwertigen und wirtschaftlichen Krankenhausversorgung sei dem Land Niedersachsen ein besonders wichtiges Anliegen, so die Ministerin. „Die zusätzlichen Belastungen der Krankenhausträger während der Corona-Pandemie sind mir sehr bewusst“, so Behrens. Ihren persönlichen Besuch wollte sie ausdrücklich auch als Wertschätzung der Mitarbeitenden und der Arbeit des Hauses verstanden wissen. „Diesen Belastungen zu trotzen und eine weiterhin zuverlässige und tragfähige medizinische Versorgung sicherzustellen, bedeutet eine enorme Kraftanstrengung.“ ?

Letzter Arbeitstag

„Ich freue mich sehr, dass sich die positive Entwicklung, die unser Haus in den vergangenen Jahrzehnten genommen hat, mit dem Abschluss unseres Masterplans zur baulich-strukturellen Weiterentwicklung des Pius-Hospitals weiter verstetigen kann. Die weitere Förderung durch das Land Niedersachsen bestätigt uns in unseren auf die Zukunft ausgerichteten Planungen“, so Elisabeth Sandbrink. Für die Geschäftsführerin war es ein ganz besonderer Termin: Am Montag war der letzte Arbeitstag ihrer langjährigen Dienstzeit am Pius.

Die weiteren Baumaßnahmen wird ihr Nachfolger Michael Winkler verantworten. In den kommenden Jahren wird der Zentral-OP aus den 1980er Jahren im ersten Stock des angrenzenden Gebäudes nach Sanierung mit dem neuen OP-Trakt auf derselben Ebene verbunden. Daraus ergibt sich eine große Fläche mit insgesamt acht Sälen. Auch die Intensivstation und Bettenstation im dritten und vierten Obergeschoss werden nach der Sanierung mit dem neuen F-Flügel verbunden. Dieser ist in den vergangenen Jahren mit einer Gesamtbruttogeschossfläche von 3700 Quadratmetern und einem Investitionsvolumen von 41 Millionen errichtet worden. Zusätzlich werden im Anschluss noch der Gynäkologie-OP sowie die Umkleiden für die Mitarbeitenden saniert.

Mensch und Technik

In den in diesem Frühjahr fertiggestellten OP-Räumen und in der Intensivstation hat nicht nur neueste Technik Einzug gehalten. Auch die Patientenversorgung findet anders statt und Mitarbeiter erhielten ein zeitgemäßes Arbeitsumfeld.

So findet die Beleuchtung der Intensivstation im Tag-Nacht-Rhythmus statt, laut piepende Geräte findet man hier nicht und Hebesysteme entlasten nicht nur das Personal, sondern erlauben auch eine schnellere Mobilisierung der Patienten – mit spürbaren Ergebnissen wie einer Verkürzung der Beatmungszeit. Medizinisches Personal und Pflegepersonal hätten ihre Ideen von einer Intensivmedizin der Zukunft einbringen können, betonte Dr. Joachim Gödeke, Direktor der Klinik für Anästhesie und interdisziplinäre Intensivmedizin. „Früher ist meistens technisch geplant worden“, ergänzte Dr. Matthias Felber, Leitender Arzt der Abteilung für interdisziplinäre Intensivmedizin, „heute steht der Mensch im Vordergrund.“


 

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