Klassiker und moderne Werke

Artikel vom 27.04.2022

Henning Karasch

Stellten die neue Spielzeit vor: Lorena Biemann (Landesbühne) v.li. Oberspielleiter Robert Teufel, Chefdramaturgin Kerstin Car, Intendant Olaf Strieb, Dramaturgin und Theaterpädagogin der JuLaBü Stefanie Kaufmann und JuLaBü-Leiterin Britta Hollmann Bild: Henning Karasch

Landesbühne Wilhelmshaven: Intendant Olaf Strieb war es „eine außerordentliche Freude“ wieder in großer Runde die neue Spielzeit ankündigen zu dürfen.

Intendant Olaf Strieb war es „eine außerordentliche Freude“, wieder in großer Runde die neue Spielzeit ankündigen zu dürfen. Unter den Stücken sind Klassiker und moderne Werke, Kinder- und Jugendtheater und sogar ein Theaterspaziergang auf dem früheren Olympia-Gelände in Roffhausen am 23. Mai 2023.Das Spielzeitmotto „Bewegen“ bezieht sich natürlich auch auf den Umzug wegen Saaldeckensanierung in das „Provisorium 29“ genannte Gebäude in der Knorrstraße 29. Wenn man das TheOs vor dem inneren Auge habe, könne man sich die Ausweichspielstätte mit 400 Sitzplätzen ungefähr vorstellen. Der Weg dorthin liegt in der Sommerpause. Die Technik aktiviere das Gebäude gerade. Der Rückweg zum Jahreswechsel, mit Verlängerungsoption bis 31. März 2023, werde eine spannende logistische Herausforderung, wie der Intendant meinte. Er wies zudem auf die „nagelneue, um ein Vielfaches benutzerfreundlichere“ Homepage hin. Sie wurde für mobile Endgeräte optimiert und hat über 20 000 Gäste im Monat. Natürlich hat auch die Junge Landesbühne (JuLaBü) wieder ein Spielzeitheft.

Wieder ein Spielzeitheft

Es ist zugleich Wandkalender und steht unter dem motivierenden Titel „Leinen los!“. Gisa Stößl und Joshua Arndt wurden als feste Ensemblemitglieder an Bord geholt, sagte JuLaBü-Leiterin Britta Hollmann. Unter den Stücken sind einige aus den ausgefallenen Spielzeiten, die premierenfertig produziert waren und es nun endlich auf die Bühne schaffen. Erste Premiere ist am 27. August mit „Glückliche Tage“ von Samuel Beckett. Am 3. September folgt mit „Hairspray“ ein lustvoll-unterhaltsames Musical mit 19 Darstellenden und sechs Musikern. „Der Untertan“ am 17. September ist eine Uraufführung nach Gernot Plass. Die erste Premiere der JuLaBü, „Ten things to do before I die“ am 18. September, kann auch an Schulen gespielt werden. „Der Weg zurück“ wird ab 22. Oktober im „Provisorium 29“ gezeigt.“„Fischs Traum“, ab 30. Oktober im TheOs, wird auf Wunsch in Kindergärten präsentiert. „Wohlfühlgrusel“ möchte ab 4. Dezember „Der kleine Vampir“ verbreiten. Zurück im „Provisorium 29“, ist „Zeugin der Anklage“ ein hochspannendes Gerichtsdrama. Premiere ist am 12. November. „Corpus Delicti“ nach Erfolgsautorin und Juristin Juli Zeh am 19. November ist für 2022 die letzte Premiere im Haupthaus.

Große Kleinkunst

Mit „X“ geht es am 7. Januar in den Weltraum. „Falscher Hase“ komplettiert laut Oberspielleiter Robert Teufel ab 14. Januar die Trilogie von Hasen-Komödien. „Die Gehaltserhöhung“ führt am 21. Januar in die Chefetage. Im TheOs wird sich „Die Flut“, ein Jugendstück ab 14 Jahren, ab 12. Februar des Klimaproblems widmen. „Der Tempelherr“ ist ein modernes Stück, das am 25. Februar erstmals auf die Bühne des Stadttheaters kommt. Dort ist ab 11. März zudem „Iphigenie auf Tauris“, eine Wiederaufnahme mit anderen Darstellenden, zu sehen. „Der kaukasische Kreidekreis“ beschließt am 22. April den Premierenreigen der Landesbühne für die nächste Spielzeit. Am 23. April folgt dann mit „In 80 Tagen um die Welt“ die letzte Spielzeitpremiere der JuLaBü. Die „große Kleinkunst“ ist viermal bei der Landesbühne zu Gast. Unter anderem werden Eva Mattes, Suzanne von Borsody und natürlich Publikumsliebling Tim Fischer die Zuschauer begeistern.„Wir haben stürmische Zeiten hinter uns“, meinte Olaf Strieb, „und wir sind heilfroh, die Spielzeit 2022/23 wieder spielen zu können und vergleichsweise wenige krankheitsbedingte Ausfälle hatten“.

Gastdarstellende engagiert

Nur eine Produktion fiel komplett Corona zum Opfer, weil die Darstellenden wechselten. Erstmals wurden für die komplette Spielzeit Gastdarstellende engagiert. Trotz 70 Prozent Auslastung im großen Haus und halber Platzzahl im TheOs sei die Zuschauerzahl überschaubar. Er dankte dem Publikum, das man nun reaktivieren wolle, indem man es neugierig auf die neuen Stücke ebenso wie auf die neue Spielstätte mache. Endlich könne die Landesbühne, die in vielen Kommunen zwischen Neumünster und Hameln als Stadttheater fungiere, auch das sanierte Kurtheater Norderney wieder bespielen. Die Landesbühne existiere durch ihre 16 Zweckverbandsmitglieder.


 

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