In acht Minuten vom Arbeitslosen zum Mitarbeiter

Artikel vom 01.07.2022

Anja Biewald

Sonja Floh (links), Deutsche Angestellten-Akademie (DAA), als Projektleiterin hinter dem Job-Speeddating im Gespräch mit Kilian Lübben als Arbeitgebervertreter (KVO). Bild: Torsten von Reeken

Es ist nur ein erster Eindruck, den Arbeitgeber und Bewerber beim Speeddating des Oldenburger Jobcenters voneinander gewinnen können. Aber wie so oft: Der erste Eindruck zählt und ist oft nicht falsch.

Die einen suchen den festen Blickkontakt zu ihrem Gegenüber, sprechen schnell, aber konzentriert und schieben dann eine Mappe über den Tisch. Andere sind ein bisschen nervös, lassen ihre Hände miteinander ringen und suchen nach den richtigen Worten, schieben aber auch eine Mappe über den Tisch. Und bei wieder anderen sieht es eher nach einer entspannten Plauderei aus. Was alle gemeinsam haben, sind acht Minuten. Sie sind beim Job-Speeddating in der Weser-Ems-Halle. Und dort treffen am Dienstag Arbeitssuchende auf Arbeitgeber.

Acht Minuten haben Kandidaten und Bewerber Zeit, sich oberflächlich kennenzulernen und sich gegenseitig von den Vorzügen zu überzeugen. 20 Arbeitgeber bringt das Oldenburger Jobcenter an diesem Tag mit rund 120 potenziellen Mitarbeitern zusammen.

Die Branchen sind vielfältig: Personalagenturen, Bauunternehmen, Callcenter-Dienstleister und Gastronomiebetriebe sind ebenso vertreten wie der soziale Sektor mit AWO und Diakonie oder Logistiker, und Handwerksbetriebe.

„Die 20 Arbeitgeber aus der Region bilden einen breiten Mix ab, sie sind so vielfältig wie unsere Kunden“, sagt Sabine Höhne vom Jobcenter Oldenburg. Sie freut sich über die gute Resonanz auf die Veranstaltung ebenso wie Sonja Floh, die als Projektleiterin der Deutschen Angestellten-Akademie (DAA) die Veranstaltung betreut.

Denn zum Speeddating kommt hier niemand einfach so – Arbeitgeber sind ebenso vorbereitet wie Arbeitnehmer. Letztere hatten zwei Vorbereitungstermine bei der DAA, wo es um die Aufbereitung der Bewerbungsunterlagen ebenso ging wie um die solide Gesprächsführung in den entscheidenden acht Minuten in der Weser-Ems-Halle. „Es geht um den ersten Eindruck voneinander“, erklärt Sabine Höhne. Wie so oft, gilt auch beim Job-Speeddating: Der erste Eindruck zählt. Stimmt der, wird bestenfalls noch vor Ort ein Arbeitsverhältnis geschlossen. „Das ist dann ganz spontan. Aber meistens mündet das Gespräch hier in Folgegesprächen“, so die Erfahrung von Höhne.


 

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