Spielerisch die Stadtgeschichte entdecken

Artikel vom 26.09.2022

Kea Ulfers

Museumsleiter Dr. Sven-Hinrich Siemers (v.li) und Museumspädagoge Michael Steinert freuensich mit Doris Böhling und Christa Marxfeld-Paluszak (beide Chaka) auf die Kinder. Bild: Björn Lübbe

Der Wilhelmshavener Verein „Chancen für Kinder im Alltag“ (Chaka) ermöglicht Viertklässlern der Jadestadt einen Besuch im Küstenmuseum. Dabei können die Kinder in kleinen Gruppen einiges entdecken.

Allen Viertklässlern in Wilhelmshaven bietet sich eine ganz besondere Möglichkeit: Zusammen mit ihrer Schulklasse können sie kostenlos das Küstenmuseum besuchen. Ermöglicht hat das der Verein „Chancen für Kinder im Alltag“ (Chaka).

Führung durch das Museum

Museumspädagoge Michael Steinert wird die Kinder durch die Ausstellungen führen. „Das Highlight ist natürlich die Playmobil-Ausstellung, aber es geht auch durch die anderen Teile des Museums.“

So werden die Kinder in kleinen Gruppen die Möglichkeit haben, Gewichte von Sand und Kleiboden zu schätzen, Bohnen per Hand zu mahlen und ganz einfach die Stadtgeschichte in einer Rallye zu entdecken.

„Kinder gehen mit anderen Augen durch das Museum“, findet Steinert. „In der Playmobil-Ausstellung sind kleine Fehler eingebaut, die die Kinder natürlich sofort bemerken.“ Dass das Programm kostenlos sei, vereinfache vieles. „Wir können dadurch viel mehr Kinder erreichen, denn nicht jede Familie kann sich den regulären Eintritt leisten“, erklärt Museumsleiter Dr. Sven-Hinrich Siemers.

Dem stimmt auch Christa Marxfeld-Paluszak, Vorsitzende des Vereins „Chaka“, zu. „Für uns ist dieses Projekt immer etwas ganz Besonderes, weil die Kinder hier mit leuchtenden Augen wieder rauskommen.“

Ausstellung zieht Besucher an

Wie gut die Playmobil-Ausstellung im Küstenmuseum ankomme, habe man in den letzten Monaten gemerkt. Das Gästebuch des Museums ist voll von Einträgen, die sich positiv über die Ausstellung auslassen. Museumsleiter Siemers freut besonders, dass auch viele Einheimische die Playmobil-Ausstellung zum Anlass genommen haben, um das Küstenmuseum wieder zu besuchen.

„Wir hatten viele Besucher hier, die das Küstenmuseum zuletzt an ihrem alten Standort besucht hatten und jetzt mit ihren Enkel wiedergekommen sind.“


 

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