Nachwuchs feiert erfolgreiche Abschlüsse

Artikel vom 11.11.2022

Erhard Drobinski

Freisprechung in Godensholt: Die neuen Landwirtinnen, Landwirte und Meister feierten mit (von rechts): Heiko Haschen, Renko Eilts, Landrätin Karin Harms und Lena Timmermann. Bild: Erhard Drobinski

Freisprechung in Godensholt: Zahlreiche neue Landwirtinnen und Landwirte sowie Landwirtschaftsmeister wurden ins Berufsleben verabschiedet.

Bevor die Freisprechung der neuen Landwirte und Landwirtschaftsmeister aus dem Ammerland im Saal im „Krug Rothenburg“ in Godensholt am Freitagabend beginnen konnte, mussten zusätzlich noch einige Stühle und ein Tisch aufgebaut werden.

Viele Gäste

Der riesige Andrang von rund 300 Gästen hing mit der großen Anzahl von Prüflingen zusammen, die an diesem Abend ihre Abschlusszeugnisse und Meisterbriefe in Empfang nehmen konnten. Sieben Landwirtinnen und 29 Landwirte konnten sich über den erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung ebenso freuen wie drei Landwirtschaftsmeisterinnen und ein Landwirtschaftsmeister sowie sechs Betriebswirte/Landwirtschaftsmeister und eine Betriebswirtin/Landwirtschaftsmeisterin der Unternehmerschule Oldenburg (sie erreichten eine Doppelqualifikation). Familienangehörige, Vertreter der Ausbildungsbetriebe und Lehrer der Berufsschule in Rostrup sowie Freunde der Absolventen wollten den Moment nicht verpassen, als die Zeugnisse überreicht wurden und für die Schüler ein weiterer Abschnitt in deren Leben abgeschlossen wurde.

Herausforderungen

Die stellvertretende Kreislandwirtin Lena Timmermann machte in ihrer Begrüßung deutlich, dass die Landwirtschaft vor großen Herausforderungen steht. „Wir meistern aber alle Krisen“, gab sie sich optimistisch. Landrätin Karin Harms betonte, dass „die Landwirtschaft eine Zukunftsbranche und eine starke Wirtschaftskraft im ländlichen Raum“ sei. „Sie stellt mit ihren Produktionsverfahren und Betriebsstrukturen hohe Ansprüche an die berufliche Qualifikation der Fach- und Führungskräfte in den Betrieben.“ Bei neun von zehn Betrieben, die im Haupterwerb geführt werden, stünden Fachkräfte an der Spitze, die eine Landwirtschaftsschule besucht, ihren Meistertitel erworben beziehungsweise Agrarwissenschaften oder Betriebswirtschaft studiert haben.

Strukturen verändert

Heiko Haschen, Ausbildungsberater der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Bezirksstelle Oldenburg-Nord, betonte, dass „in den beiden letzten Jahren durch Corona Strukturen aufgebrochen und Abläufe bei Prüfungen verändert wurden. So wurde die praktische Pflanzenproduktionsprüfung von der Tierproduktionsprüfung getrennt.“ Ein Dank ging an die Ausbildungsbetriebe, die Prüfer und das Lehrerteam der Berufsschule in Rostrup, die einen sehr guten Ruf bei der Vermittlung theoretischen Wissens besitzt. Mit anschließendem Tanz bis in den frühen Morgen hinein klang die Freisprechung aus.


 

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