Westersteder Winterdorf steht in den Startlöchern

Artikel vom 25.11.2022

Jan-Michael Heimann

Freuen sich auf das Winterdorf und sind mitten in den Aufbauarbeiten: Jürgen Diers (von links, Bauhof Westerstede), Ingo Wendler und Initiator David Eisenhauer. Bild: Jan-Michael Heimann

Das Westersteder Winterdorf steht in den Startlöchern. Am 1. Dezember geht es los. Wie die Öffnungszeiten sind, welche Buden es gibt und was ein Glühwein kosten soll, haben wir gefragt.

Nun wird es ernst: Das Westersteder Winterdorf steht in den Startlöchern. Noch etwa anderthalb Wochen sind es, bis der erste Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt in Westerstede ausgeschenkt wird. Nach und nach entwickelt sich der Alte Markt. Erstmals findet das Winterdorf in dieser Form in der Kreisstadt statt, verantwortlich ist der erfahrene Schausteller David Eisenhauer. Der Rasteder ist unter anderem Vorsitzender des Berufsverbandes für Schausteller und Marktkaufleute Oldenburg und hat schon den ein oder anderen Markt auf die Beine gestellt.

Entscheidung im Sommer

Schon im Sommer kündigte Eisenhauer seine Pläne für Westerstede an und konnte letztendlich die Politik von seinem Konzept überzeugen. Ab Donnerstag, 1. Dezember, werden dann acht Buden auf dem Alten Markt in Westerstede platziert sein. Mit Weihnachtsbaum und Pyramide soll alles in einem passenden Ambiente erscheinen. Eisenhauer setzt auf die „wichtigen“ Dinge, die zu einem Weihnachtsmarkt einfach dazugehören. Glühweinbude, Süßigkeiten, Mandeln, Bratwurst und Pommes sowie ein Kinderkarussell. Verkaufswaren, wie zum Beispiel Honigkerzen oder Weihnachtsschmuck, gibt es in diesem Jahr noch nicht. Das sei ein Ziel für die kommenden Jahre, erklärte der Schausteller im Gespräch.

Ohne Pause wird das Winterdorf vom 1. bis 18. Dezember geöffnet haben. Sonntags bis mittwochs in der Zeit von 12 bis 20 Uhr, donnerstags bis samstags ist eine Stunde länger geöffnet. An jedem Donnerstag sind außerdem örtliche Vereine dabei, die für das auch aus den vergangenen Jahren bekannte After-Work-Treffen Glühwein ausschenken und Bratwurst verkaufen. „Es ist also nicht nur Eisenhauers Weihnachtsmarkt, sondern der für alle Westersteder“, sagt der Organisator. Weitere Programmpunkte: Jeden Tag kommt der Nikolaus vorbei und jeden Sonntag Anna und Elsa aus dem Disney-Film Eiskönigin. Außerdem gibt es an mehreren Tagen musikalisches Programm. Dafür wird auch eine Bühne aufgebaut.

Glühwein für drei Euro

Glücklich ist Eisenhauer darüber, dass die Preise nicht dramatisch erhöht werden müssen. „Einen Glühwein gibt es für drei Euro“, sagt er. Ganz wie man es von den großen Weihnachtsmärkten gewohnt ist, gibt es auch eine eigene Tasse für das Westersteder Winterdorf. „Die ist ganz toll geworden“, findet Eisenhauer.

Eröffnet wird der Weihnachtsmarkt am 1. Dezember um 12 Uhr. Später am Tag gibt es dann wohl noch eine offizielle Veranstaltung, bei der auch Vertreter der Verwaltung eingeladen werden sollen, kündigt Eisenhauer an.

Weshalb sich der Rasteder dafür interessiert, einen Weihnachtsmarkt in der Kreisstadt zu etablieren, sagte er in einem Interview mit dieser Zeitung im Sommer: „2020 war ich das erste Mal im Dezember in Westerstede. Dort habe ich das schöne Lichterkonzept und den Weihnachtsbaum mit der Deko auf dem Marktgelände vernommen. Ich habe gedacht: Das ist ein traumhafter Ort, um einen Weihnachtsmarkt durchzuführen. Die Lage vor der Kirche und dem Rathaus, mit dem schönen Baum – da ist für mich die Idee entstanden.“ Daraus wurde ein Plan – und nun ist es bald also soweit, dann eröffnet Eisenhauer das Winterdorf in Westerstede.


 

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