Wiesmoorer und Juister verlieren hunderte Euro

Artikel vom 08.02.2023

Die Polizei rät: keine sensiblen Daten teilen. Bild: Christin Klose

Es gibt momentan Hinweise auf Betrugsversuche durch falsche Microsoft-Mitarbeiter auf Juist und in Wiesmoor. Die Polizei warnt vor den Tätern: Per Fernzugriff werden Passwörter auf dem PC geklaut. Das rät die Polizei.

Aktuell gibt es wieder Hinweise auf Betrugsversuche durch falsche Microsoft-Mitarbeiter. „Betrüger geben sich am Telefon als Mitarbeiter der Firma aus und behaupten, sie könnten ein akutes Softwareproblem auf dem Rechner ihrer potenziellen Opfer per Fernzugriff beheben. Dafür muss in der Regel ein Programm heruntergeladen werden“, berichtet die Polizei in einer Mitteilung.

Wird den Tätern der Fernzugriff erlaubt, können sie sensible Daten wie Passwörter für das Online-Banking ausspähen. „Im Hintergrund veranlassen sie dann beispielsweise Überweisungen auf ausländische Konten“, warnen die Beamten.

Auf Juist wurde in dieser Woche eine Frau Opfer dieser Betrugsmasche, teilt die Polizei mit. Sie erhielt eine Warnmeldung über eine angebliche Schadsoftware auf ihrem Rechner und kontaktierte daraufhin die auf dem Bildschirm angezeigte Rufnummer eines vermeintlichen Microsoft-Supports. Über mehrere Stunden dauerte das Telefongespräch mit den Betrügern, die sich dann mittels Software den Fernzugriff auf den Rechner und das Online-Banking verschafften. „Sie erfragten per Telefon die für Geldtransaktionen notwendigen TANs und veranlassten mehrere Überweisungen ins Ausland.“ Zu einem weiteren Fall kam es kurz vor Weihnachten ebenfalls auf Juist. In mehreren Teilbeträgen wurde für den Geschädigten unbemerkt eine dreistellige Summe auf ein ausländisches Konto von den Betrügern transferiert. „Auch in Wiesmoor kam es in dieser Woche zu einen solchen Betrugsfall. Die falschen Microsoft-Mitarbeiter bewegten ihr Opfer dazu, dass es eine vierstellige Summe mithilfe von Google-Play-Karten bezahlt.“ Die Polizei warnt davor, persönliche Kennwörter, PINs oder TANs am Telefon weiterzugeben. Außerdem rät sie:

?Seriöse Unternehmen nehmen nicht unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden auf. Sollte sich ein Servicemitarbeiter bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben, legen Sie einfach auf.

?Sollten Sie auf eine manipulierte Webseite mit einer verdächtigen Fehlermeldung gelangen, bewahren Sie Ruhe. Beenden Sie die Webseite. Starten Sie zur Sicherheit Ihre eigene Antivirensuche.

?Geben Sie auf keinen Fall private Daten heraus.

? Gewähren Sie einem unbekannten Anrufer niemals Zugriff auf Ihren Rechner.

? Informieren Sie die Polizei und erstatten Sie im Schadensfall Anzeige. Sollten Bankdaten benutzt worden sein, informieren Sie die Bank.


 

Blaulicht-Ticker

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