Anwohner wollen selbst Parkplätze schaffen

28 Leitpfosten auf 60 Metern: So wird an der Lajestraße verhindert, dass Anwohner und Besucher hier parken.BILD: JÜRGENS

EDEWECHT – Im November 2020  machte die Gemeinde Nägel mit Köpfen. Sie ließ in der Lajestraße insgesamt 28 Leitpfosten auf einer Länge von 60 Metern aufstellen. Damit sollte verhindert werden, dass Anwohner und Besucher ihre Fahrzeuge weiterhin auf der Berme abstellen. Die Gemeinde teilte damals mit, dass der Bereich durch das Parken und Befahren stark beansprucht wird. Hohe Kanten und tiefe Löcher würden eine Gefahr für Fußgänger und Radfahrer darstellen.

Neue Parkmöglichkeiten

Nun haben einige Anwohner der Lajestraße sich mit einem Antrag an die Gemeinde gewandt. Sie wollen einen Teilbereich des Seitenstreifens  befestigen, um zusätzliche Parkmöglichkeiten zu schaffen. Die Arbeiten würden sie in Eigenregie ausführen, wenn das benötigte Material bereitgestellt wird. Eine solche Lösung kann sich die Verwaltung grundsätzlich vorstellen. Allerdings wolle man sich vorher einen Gesamteindruck verschaffen.
„Die Entscheidung hat eine große Bedeutung, denn man würde einen Präzedenzfall schaffen“, meint Rolf Torkel, Allgemeiner Vertreter der Bürgermeisterin. Aus diesem Grund sei es wichtig zu klären, ob nur einzelne Anwohner oder eine größere Anzahl Interesse an einer solchen Lösung hat. Im jüngsten Ausschuss für Wege und Straßen wurde deshalb beschlossen, erst einmal die Anwohner zu befragen. Die Gemeinde werde nun Schreiben verschicken. Bisher hatten sich sechs Anwohner mit vier verschiedenen Hausnummern gemeldet.

Konzepte entwickeln

Sollten sich zumindest in Teilbereichen Anwohner finden, die bereit sind, die Arbeiten auszuführen, würde die Verwaltung die dazugehörigen Konzepte entwickeln. Dazu zählen beispielsweise Anforderungen an Baumaterial und Bauweise, Ausübung der Verkehrssicherungspflicht, Versicherung der ehrenamtlich Tätigen beim Gemeindeunfallversicherungsverband oder  haftungsrechtliche Absicherung durch den kommunalen Schadenausgleich.
Die Kosten für die Bereitstellung benötigter Materialien würden je nach Umfang der Teilabschnitte variieren. Sie sollten laut Gemeinde allerdings aus dem Unterhaltungsbudget bereitgestellt werden können.

Keine Versiegelung

Diskutiert wurde auch das Thema der Versiegelung. Durch die Befestigung von Parkflächen mit Pflastersteinen oder Asphalt würden bisherige Grünflächen versiegelt. „Aus diesem Grund haben wir nicht die klassische Pflasterung vor Augen, sondern können uns auch einfachere Lösungen wie eine Schotterung oder Vergleichbares vorstellen“, erklärt Torkel.


 

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