Augustfehn vier Tage im Ausnahmezustand

Artikel vom 29.07.2022

Doris Grove-Mittwede

Ein Regen aus Konfetti und Bonbons: Der gehört traditionell zum großen Festumzug am Freitag zum Auftakt des Festes der 1000 Laternen. Bild: Veranstalter

Freitagabend ist es soweit: Augustfehn startet ins Festwochenende. Mehrere Zehntausend Gäste werden von Freitag bis Montag im Fehnort erwartet. Was wird ihnen geboten?

Augustfehn hat sich herausgeputzt: An den Brücken, über Straßen, an den Straßenlaternen und in vielen Vorgärten hängen Fahnen- und Lichterketten. Reges Treiben herrscht seit Wochenbeginn auf dem Eisenhüttenplatz, wo Fahrgeschäfte, Festzelt und Stände aufgebaut werden – und auch ein Teil der Bahnhofstraße wird zur Festmeile umgestaltet.

Countdown für ein Großereignis: Von Freitag, 29. Juli, bis Montag, 1. August, steht Augustfehn Kopf, endlich kann wieder das „Fest der 1000 Laternen“ gefeiert werden. Bis zu 40.000 Gäste werden an den vier Festtagen erwartet. „Wir sind froh, dass wir ohne coronabedingte Einschränkungen die verschiedensten Programmpunkte anbieten können und dass die Wettervorhersagen für unsere Festtage gut sind“, freut sich Christian Schünemann, Vorsitzender des Ortsvereins Augustfehn und zugleich Chef des Vereins Fest der 1000 Laternen, die das Volksfest gemeinsam geplant haben. Wie vor der Pandemie setzen die Organisatoren auf einen Mix aus Bewährtem und Neuem.

Umzug zum Auftakt

Zum Besuchermagnet wird nach der offiziellen Eröffnung des Festes am Freitagabend (19 Uhr, Schänke des Ortsvereins, Bahnhofstraße) sicherlich einmal mehr der große Festumzug mit Festwagen, Spielmannszügen und vielen Fußgruppen. Er startet um 21 Uhr von der Stahlwerkstraße aus und führt über Hauptstraße, Mühlenstraße, Buchenallee, Lessingstraße, Von-Kleist-Straße zur Hauptstraße und wieder zurück zur Stahlwerkstraße. Da die Gespannfahrer eine längere Route absolvieren wollen, fahren sie ab 20 Uhr schon eine Extrarunde, die über Friedensweg, Südgeorgsfehner Straße und Schulstraße zur Stahlwerkstraße führt. Hier reihen sie sich dann in den Hauptumzug ein. „Zum großen Festumzug haben sich rund 50 Festwagen angemeldet, aber in den vergangenen Jahren kamen auch einige ohne Anmeldung“, so Vorsitzender Schünemann.

Kräftig gefeiert wird bei der Eröffnungsparty im Festzelt und am Samstag beim Frühtanz mit der Live-Band „Sturmflut“, der erstmals angeboten wird und ab 10 Uhr bis Open End ebenfalls im Festzelt stattfindet.

Feuerwerk

Bunt und unterhaltsam geht es nicht nur am Samstag auf dem Eisenhüttengelände zu, wenn Fahrgeschäfte und Stände ebenso wie Freitag, Sonntag und Montag zu einem Besuch locken. Der Höhepunkt am späten Samstagabend: Himmelsbilder in allen erdenklichen Farben: Ab 22.30 Uhr wird vom Dockgelände ein fulminantes Feuerwerk abgebrannt. Ein Tanzwettstreit, der Firmen- und der Vereinsnachmittag und die Volksfest-Verlosung stehen unter anderem am Sonntag an. Beim Familiennachmittag treten am Montag Figuren aus der Computeranimations-Serie Paw Patrol (Helfer auf vier Pfoten) auf, außerdem stehen das Quietscheenten-Wettschwimmen und der Seniorennachmittag an.

Was wäre ein Fest ohne Musik: Konzerte finden in der Schänke des Ortsvereins und im Festzelt satt. Und zum Abschluss werden am Montag ab 19.30 Uhr Gesangstalente bei „Augustfehn sucht den Superstar“ gesucht.

Wettstreit eher

Verzichten wollen die Veranstalter diesmal auf die Waschzuber-Regatta. Wegen der Tide auf dem Augustfehn-Kanal hätte man die Veranstaltung nur frühmorgens oder spätabends anbieten können, das wollte man nicht und setzt nun auf 2023. Damit genug Wasser im Kanal ist, hat man bereits das Quietscheenten-Rennen vom frühen auf den späten Montagnachmittag verlegt.

Festbesucher haben im Fehnort vielfältige Parkmöglichkeiten. Das Dockgelände steht jedoch dieses Jahr wegen Erschließungsarbeiten nicht zur Verfügung. Parkplätze gibt es unter anderem auf dem Gelände der Firma Brötje an der August-Brötje-Straße.


 

Blaulicht-Ticker

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