Babyrekord in der Ammerland-Klinik

Artikel vom 07.01.2022

Christian Quapp

Glückwünsche für das 800. Baby: Stellvertretend für alle jungen Mütter, die 2021 in der Ammerland-Klinik entbunden wurden, gratulierten Klinikleitung sowie Chefarzt, Oberarzt, Hebammen und Krankenschwestern der Geburtshilfe ganz herzlich. Bild: Ammerland-Klinik

800 Babys in einem Jahr gab es noch nie bei der Geburtshilfe der Ammerland-Klinik. Warum das nicht unbedingt ein Zeichen für einen Corona-Baby-Boom ist.

Erneut hat die Geburtshilfe der Ammerland-Klinik einen Rekord aufgestellt. Bereits am 16. Dezember wurde mit Elias Noel Schneider das 800. Baby des Jahres geboren – seit Bestehen der Ammerland-Klinik wurde nun zum ersten Mal die Marke von 800 Geburten erreicht. Stellvertretend für alle jungen Mütter, die 2021 in der Ammerland-Klinik entbunden wurden, gratulierten Klinikleitung sowie Chefarzt, Oberarzt, Hebammen und Krankenschwestern der Geburtshilfe den Eltern Sarah-Sophie Schneider und Robin Bruns aus Uplengen.

Mehrere Rekorde

Im Jahr 2018 gab es 738 Geburten, 2019 waren es 788 und im Jahr 2020 kamen 773 Kinder in der Ammerland-Klinik zur Welt. Nachdem schon im August ein Rekordmonat mit über 100 Geburten gefeiert werden konnte, brachte der Dezember die freudige Überraschung des 800. Babys mit sich. Elias Noel wog bei seiner Geburt um 21.33 Uhr rund 3700 Gramm und war 52 Zentimeter groß.

„In der gesamten Geschichte der Geburtshilfe gab es noch nie ein Jahr mit über 800 Geburten – das freut uns wirklich sehr. Vor allem, da es zeigt, dass unser Engagement, die Liebe und unsere herausragende Qualität von den jungen Eltern wahrgenommen und an Freunde und Bekannte weiterempfohlen wird. Unser Team arbeitet teilweise seit Jahrzehnten zusammen – dieses familiäre Miteinander spürt man. Wir möchten uns bei allen Eltern bedanken, die uns ihr Vertrauen schenken“, freut sich Dr. Rainer Schutz, Chefarzt der Frauenklinik.

„Elias ist unser erstes Kind. Meine Mutter hat jedoch meine beiden Geschwister hier in der Ammerland-Klinik zur Welt gebracht und mir die Klinik empfohlen. Die familiäre Atmosphäre auf der Station und im Kreißsaal ist wirklich toll, sodass wir immer wiederkommen würden“, berichtet Mama Sarah-Sophie.

Einzugsgebiet wächst

Der Geburtenrekord ist denn auch weniger einem Corona-Baby-Boom geschuldet als dem gewachsenen Einzugsgebiet der Geburtshilfe der Ammerland-Klinik. Die Ankündigung, dass der Kreißsaal des St.-Marien-Hospitals in Friesoythe geschlossen werde, sei in Westerstede sofort spürbar gewesen, sagt Sabine Grüning, Sprecherin der Ammerland-Klinik.

Und auch die Tatsache, dass es für werdende Väter in der Corona-Zeit wenig Einschränkungen bei den Besuchsmöglichkeiten gab, habe dazu geführt, dass sich Eltern für Westerstede entschieden.

Im Zeichen einer familienorientierten Gestaltung der Entbindung legten die rund 50 Kolleginnen und Kollegen der Geburtshilfe in Westerstede viel Wert darauf, die Geburt sowie die ersten Tage für die jungen Familien so angenehm wie möglich zu gestalten, teilt das Klinikum mit.

Weitere Investitionen

„Diese 800. Geburt bestätigt uns in unserer Entscheidung, stärker in die Geburtshilfe zu investieren. Um die Eins-zu-Eins-Hebammenbetreuung zu gewährleisten, haben wir in den letzten Monaten weitere Hebammen eingestellt und die Möglichkeit geschaffen, die Praxisphase des Studiengangs Hebammenwissenschaften in der Klinik zu absolvieren.

Zudem bekommt auch das Team der geburtshilflichen Station Zuwachs durch insgesamt vier neue Kolleginnen und Kollegen. Aktuell wird zudem ein dritter moderner Kreißsaal abschließend geplant“, sagt Axel Weber, Hauptgeschäftsführer der Ammerland-Klinik.

Eine gute Möglichkeit, um die Klinik und das Team bereits im Vorfeld kennenzulernen, sind die monatlichen Kreißsaalführungen. Da diese aufgrund der Corona-Situation nicht persönlich stattfinden können, bietet die Ammerland-Klinik eine virtuelle Kreißsaalführung per Videokonferenz an.


 

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