Die Westersteder Innenstadt wird bunt

Artikel vom 16.11.2021

Kerstin Schumann

Buntes Graffiti in der Westersteder Innenstadt: Zum Termin zusammengekommen waren (v.li.): Vincent, Maila, Leon, Tom, der künstlerische Leiter Leon Bohlsen, Landrätin Karin Harms und Erik Grunwald, Geschäftsführer der Deula. Bild: Kerstin Schumann

Kinder und Jugendliche haben einen Bauzaun in der Innenstadt mit Graffiti versehen. Das Ergebnis des Projektes erntete viel Lob

Viel Fantasie und jede Menge Farbe waren die Zutaten für ein besonderes Kunstprojekt, das von der Kreisvolkshochschule Ammerland und dem Landkreis organisiert wurde. Kinder und Jugendliche haben Bauzäune in der Innenstadt gestaltet. Hier entsteht Am Brookwehr/Albert- Post-Platz ein Neubau der Kreisverwaltung.

Für die rund 20 beteiligten jungen Künstler war die Teilnahme kostenfrei. Das Projekt „Zusammen sind wir bunt!“ wurde aus Mitteln des Niedersächsischen Kultusministeriums im Rahmen des Programms LernRäume sowie vom Landkreis Ammerland gefördert, wie der Projektkoordinator der Kreisvolkshochschule, Dirk Weißer, unterstrich. Nach einem erfolgreichen Auftakt im Sommer wurde jetzt der zweite Teil des Kunstprojektes in Westerstede erfolgreich beendet.

Westerstede 2221

Bei einem Motiv warfen die Teilnehmer schon mal einen Blick in die Zukunft: Wie sieht Westerstede im Jahr 2221 aus? Dann ist Westerstede zu einer großen Stadt gewachsen, aber es gibt viel Grün auf den Dächern. Die Jugendlichen erträumten sich eine Schule, die man unter anderem über eine Wasserrutsche oder auch mit der Achterbahn verlassen kann.

Ein anderes Motiv hat sich die „Goudagang“ erdacht und entwickelte ein „Käseuniversum“. Daran hat die zwölfjährige Maila mitgearbeitet, Käse- und Käselöcher gestaltet. „Wir haben alles zusammen gemacht“, erzählt sie von der gemeinsamen Arbeit und ist stolz auf das Ergebnis.

Graffiti als Kunstform mal ausprobieren, das wollte einige der jungen Teilnehmer. Schon Erfahrung hatte der 15-jährige Leon. Beim Sprühen könne man seine Gedanken herauslassen und kreativ verarbeiten, erklärt er die Faszination.

Alles im Blick hatte der künstlerische und pädagogische Leiter, Leon Bohlsen. „Wir haben zwei Gruppen gebildet. Wichtig war die Teamarbeit. So konnten Erfahrene Tipps weitergeben und alle voneinander profitieren.“ Die Teilnehmer haben offensichtlich Feuer gefangen, denn am Ende wurden auch noch Kleidungsstücke und Schuhe mit Graffiti versehen.

Arbeit in der Deula

Insgesamt fünf Bauzaun-Elemente wurden diesmal bemalt und besprüht. Die Arbeit fand aber nicht nur vor Ort statt, sondern – um wetterunabhängiger zu sein – auch auf dem Gelände der Deutschen Lehranstalt für Agrartechnik (Deula). Auch das verarbeiteten die Kinder und Jugendlichen künstlerisch: Sie verewigten einen Trecker. Vom gelungenen Ergebnis überzeugte sich beim Eröffnungstermin Geschäftsführer Erik Grunwald.

Viel Lob gab es auch von Landrätin Karin Harms und dem Ersten Kreisrat Thomas Kappelmann. Die Kunstwerke werteten die Baustelle sehr auf und seien ein Hingucker, hieß es. Nun müsse überlegt werden, was mit dem verzierten Bauzaun nach Fertigstellung des Neubaus geschehen solle.


 

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