Schiffsunglück auf dem Zwischenahner Meer

Der gekenterte Jollenkreuzer wurde ans Ufer geschleppt. DLRG-Rettungsschwimmer, im Bild Florian Wolf, machten das Boot wieder schwimmfähig wurde.     BILD: Wirwal/DLRG

Bad Zwischenahn/lrs – Fast hätte der Segelausflug, den ein Vater mit seinem Sohn am Sonntag auf dem Zwischenahner Meer unternommen hat, ein böses Ende genommen. Die beiden Segler des Zwischenahner Segelklubs kenterten mit ihrem Jollenkreuzer auf ihrem Törn zwischen dem Naturschutzgebiet „Stamers Hoop“ und dem Fähranleger in Dreibergen. Der starke Nordostwind blies immerhin mit Windstärkbeee 6, in Böen sogar mit Stärke 8.
Die DLRG Wasserrettung wurde per Telefon gegen 15.40 von Anwohnern alarmiert, die beobachtet hatten, wie das Boot in der Nähe des nördlichen Seeufers kenterte. Als das Motorboot der Wasserretter an der Unglücksstelle eintrafen, stellten sie mit Schrecken fest, dass sich keine Person mehr an Bord befand. Doch Vater und Sohn hatten sich ans rund 100 Meter entfernte Ufer gerettet und wurde hier an einem Steg von einem Anwohner versorgt. „Ohne ihre gute körperliche Konstitution wäre der Unfall wohl nicht so glimpflich ausgegangen“, sagt DLRG-Pressesprecher Ralf Zimmermann. Immerhin ist das Wasser im Zwischenahner Meer gerade einmal 17 Grad warm.
Die DLRG-Retter befragten die beiden Segler zum Unfallhergang, um herauszufinden, ob noch andere Boote beteiligt waren oder sich an Bord des Jollenkreuzers noch Personen befanden. Beides war jedoch nicht der Fall.
Das havarierte Boor wurde an den Steg geschleppt. Mittlerweile waren weitere Wasserretter alarmiert worden. Mit Neopronanzügen ausgerüstet wurden sie direkt auf dem gekenterten Schiff ausgesetzt, ausgestattet zudem mit Schöpfeimer und Lenzpumpe. Gegen 17.25 Uhr war der Einsatz beendet: Die Segel waren eingeholt, das Schiff vom Wasser befreit und wieder schwimmfähig. Der Jollenkreuzer konnte seinen Eignern, die mit einer leichten Unterkühlung davongekommen sind und selber beim „Flottmachen“ des Bootes geholfen haben, unbeschadet übergeben werden.
Die DLRG weist aus gegebenem Anlass darauf hin, bei diesen noch herrschenden Wetterbedingungen eine ohnmachtssichere Rettungsweste und wetterbeständige Seglerbekleidung zu tragen. Auch wird ab sofort an den Wochenenden und an Feiertagen die DLRG-Station in Rostrup wieder an den Wochenenden und Feiertagen besetzt sein. Aufgrund der Corona Pandemie war dieses bis jetzt noch nicht der Fall.


 

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