Eltern sollen entlastet werden

Sven Hunger-Weiland

Da Kinder zur Zeit nicht in Kindertagesstätten betreut werden können, erwägt der Landkreis, die Gebühren zu erstatten.   Foto: hun

Ammerland. Was in Oldenburg bereits praktiziert wird, soll jetzt auch im Ammerland umgesetzt werden: Eltern sollen für die Zeit, in denen ihrer Kinder Corona-bedingt nicht in einer Kindertagesstätte betreut werden können, von den Gebühren befreit werden. Das teilt der Landkreis in einer Pressemitteilung mit. Erforderlich ist noch die Zustimmung der politischen Gremien.
Aufgrund der Kontaktbeschränkungen anlässlich der Corona-Pandemie findet bereits seit 16. März bis vorerst 18. April keine Betreuung in Kindertagesstätten und Kindertagespflege statt. Deshalb streben die kreisangehörigen Gemeinden, die Stadt Westerstede und der Landkreis Ammerland für den Zeitraum der Schließung der Kinderbetreuung an, auf Kostenbeiträge der Eltern zu verzichten und bereits angefallene Gebühren zu erstatten oder zu verrechnen.
„Die aktuelle Situation ist für unsere Familien im Ammerland in vielerlei Hinsicht eine große Herausforderung“, erläutert Sozialdezernent Ingo Rabe. „Wir hoffen nun, die Familien mit dieser Erstattung gemeinsam entlasten zu können, müssen jedoch noch die abschließende Entscheidung der politischen Gremien abwarten, die aber zurzeit aufgrund der Kontaktbeschränkungen nicht regulär tagen können. Bis dahin werden anfallende Beiträge zunächst gestundet.“
Zur Kindertagesbetreuung nach dem 18. April 2020 könne allerding noch keine Aussagen getroffen werden. Dazu müsse zunächst die weiteren Entscheidungen auf Bundes- und Landesebene abgewartet werden, heißt es seitens der Kreisverwaltung.
Die Familienservicebüros in den kreisangehörigen Gemeinden und der Stadt Westerstede stehen gern für Fragen rund um die Betreuung in Kindertagesstätten zur Verfügung. Das Familienservicebüro des Landkreises beantwortet alle Fragen rund um Kindertagespflege unter der Telefonnummer 04488/56-3150.


 

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