Müllgebühren steigen ab Januar 2022

Artikel vom 19.11.2021

Christian Quapp

Steigende Abfallgebühren im Ammerland: Vor allem der Biomüll sorgt für einen kleinen Preisanstieg. Bild: Archiv

Wie erwartet wird der Landkreis Ammerland die Müllgebühren zum 1. Januar 2022 erhöhen. Mit 69 Cent pro Monat für die meisten Haushalte hält sich der Preisanstieg allerdings in Grenzen

Die Gebühren für die haushaltsnahe Entsorgung von Restabfällen bei Privathaushalten und Gewerbebetrieben sowie für die Biomüllentsorgung im Ammerland sollen zum 1. Januar 2022 wie erwartet erhöht werden. Das hat die Kreisverwaltung nach der Sitzung des Betriebsausschusses des Abfallwirtschaftsbetriebes mitgeteilt.

Kosten gestiegen

„Neben deutlich höheren Abfallbehandlungskosten im Rest- und Biomüllbereich, die sich aus europaweiten Ausschreibungen ergeben haben, führt auch die CO2-Besteuerung aufgrund des Bundesemissionshandelsgesetzes über Preisgleitklauseln in bestehenden Entsorgungsverträgen zu höheren Aufwendungen. Bei der Verwertung der Bio- und Grünabfälle schlagen zudem die mit der Entsorgung verbundenen Zusatzkosten für den hohen Fremdstoffanteil unter anderem von Plastik oder Glas zu Buche. Deshalb kommen wir nicht umhin, die Gebühren zu erhöhen“, bedauert der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes Michael Hauschke in der Betriebsausschuss-Sitzung.

69 Cent pro Monat

Die Jahresgebühr steigt bei der üblichen Veranlagung (60-Liter-Biotonne und 60-Liter-Restmülltonne mit zweiwöchentlichem Abfuhrrhythmus für Ammerländer Privathaushalte um 2,28 Euro für die Restmüllentsorgung und um sechs Euro für die Biomüllentsorgung. „Der Ammerländer Normalhaushalt wird also durch die Erhöhung mit insgesamt 69 Cent im Monat mehr belastet“, bilanziert Hauschke. Die Gebührenerhöhung für Gewerbebetriebe beläuft sich für alle Containergrößen auf 3,7 Prozent. „Die Anlieferungsgebühren auf der Zentraldeponie Mansie bleiben unverändert, werden aber um eine gesonderte Gebühr für die Altreifenentsorgung erweitert.

Beistellsäcke werden teurer

Darüber hinaus ist eine Erhöhung der Gebühren für den Erwerb der Restabfall-Beistellsäcke von zwei Euro auf drei Euro vorgesehen“, kündigt der Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes an. Seit Jahren verzeichnet der Landkreis eine deutliche Steigerung des Verkaufs von Beistellsäcken. Diese sind eigentlich dafür gedacht, Abfallmengen zu entsorgen, die über das übliche Maß eines Haushalts hinausgehen – zum Beispiel nach Renovierungs- oder Aufräumarbeiten. Die Zunahme um rd. 30 Prozent in den vergangenen fünf Jahren habe aber gezeigt, dass diese günstige Entsorgungsmöglichkeit häufig genutzt werde, um die Umstellung auf eine größere Restabfalltonne zu vermeiden, hieß es in der Vorlage für die Ausschusssitzung.


 

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