Olaf, der goldene Elch, ist wieder da

Artikel vom 18.01.2024

Wolfgang Alexander Meyer

Sind glücklich, dass der goldene Elch Olaf wieder da ist (von links): Weinbar-Mitarbeiterin Lena Eisenblätter und Weinbar-Betreiberin Jackelin Cordes. Bild: Wolfgang Alexander Meyer

Olaf ist wieder da. Der goldene Elch der Bad Zwischenahner Weinbar ist wieder aufgetaucht – allerdings in beschädigtem Zustand. Was jetzt mit dem Wahrzeichen des Geschäfts passiert, hat Inhaberin Jackelin Cordes verraten.

Bad Zwischenahn - Olaf ist wieder da! Diese Nachricht dürfte in Bad Zwischenahn für viel Freude sorgen. Nachdem der goldene Elch, der seit einigen Wochen vor der Weinbar stand und sogar einen Deko-Preis gewonnen hat, gestohlen worden ist, hat die Tat viele Menschen beschäftigt. Denn Olaf war sowohl für das Team der Weinbar wie auch für die Besucher des Kurortes mehr als ein XXL-Dekoartikel. Olafs Besitzerin, Jackelin Cordes, die auch die Inhaberin der Weinbar ist, hat unserer Redaktion berichtet, wie ihr goldener Elch zwei Tage nach dem Verschwinden wieder zu ihr gekommen ist. Nach wie vor sind einige Fragen zu dem Fall ungeklärt.

Das Verschwinden

„Ich konnte gar nicht richtig glauben, dass Olaf weg ist, als ich am Samstagmorgen von dem Diebstahl erfahren habe“, berichtet Cordes. „Denn so einfach konnte man den Elch nicht bewegen.“ Die Plastik sei mit 15 Zentimeter langen Schrauben und zusätzlichen Bandeisen an einer Europalette befestigt gewesen, die nicht gestohlen worden sei. „Ohne Werkzeug hätte man Olaf nicht losbekommen“, ist sich die Betreiberin der Weinbar sicher. Deshalb geht sie davon aus, dass die Tat keine spontane Idee gewesen ist.

„Wir haben daraufhin eine Mitteilung in den Sozialen Medien abgesetzt und einen Finderlohn ausgelobt. Denn Olaf ist ein fester Bestandteil der Weinbar. Wir wollten ihn wiederhaben“, sagt Cordes. Schließlich hätten sie und ihr Team viel Arbeit in die Plastik gesteckt, die bei den Passanten und insbesondere bei Kindern sehr gut angekommen sei. „Dementsprechend groß war die Resonanz auf unseren Aufruf. Mehrere Tausend Menschen haben den gelesen“, berichtet Weinbar-Mitarbeiterin Lena Eisenblätter, die sich um den Aufruf gekümmert hat. Es habe viele Kommentare gegeben, in denen die Empörung und auch die Wut der Leute deutlich geworden sei. Noch am selben Tag habe es eine Suchaktion gegeben, die allerdings erfolglos geblieben sei.

Der Fund

Gefunden wurde Olaf erst am Montagmorgen von Constanze Scheffler und Dennis Fischer aus Bad Zwischenahn, die mit ihrem Hund Adda am Schirrmannweg, in der Nähe der Jugendherberge, unterwegs waren. „Ich habe mir gleich gedacht, dass das der verschwundene Olaf ist, habe aber trotzdem gefühlt fünfmal hingeguckt“, erinnert sich Dennis Fischer. Das Paar habe anschließend über das Internet Kontakt mit Jackelin Cordes aufgenommen und die Weinbar-Besitzerin am Fundort getroffen. Dafür haben die beiden die 500 Euro Finderlohn bekommen, von denen sie die Hälfte an das Oldenburger Tierheim spenden wollen.

„Am Fundort habe ich gesehen, in welchem Zustand Olaf war. Er hat eine Schaufel verloren, die bis heute verschwunden ist. Außerdem gibt es an mehreren Stellen weitere Beschädigungen“, berichtet Cordes. Sie habe die Polizei verständigt und Strafanzeige gestellt. Kurz darauf seien Beamte eingetroffen und hätten den Fundort fotografiert und untersucht. Die Polizei bestätigte den Fall im Gespräch mit unserer Redaktion und teilte mit, dass ein Zeuge beobachtet habe, wie zwei Personen den Elch am frühen Samstagmorgen über den Parkplatz am Spieker geschleppt hätten. Die beiden hätten dabei immer wieder Pausen eingelegt. Wer diese Personen sind, ist bislang aber noch nicht geklärt.

Die Reha

Klar ist allerdings, dass Olaf repariert werden soll. „Wir haben den Elch aktuell in einer Werkstatt und müssen sehen, wie wir ihn wieder hinbekommen, das könnte man auch als Reha-Maßnahme beschreiben“, sagt Cordes. Sie hofft, dass die fehlende Schaufel wieder auftaucht. „Sonst müssen wir eine neue modellieren, das wird nicht ganz einfach.“

Olafs Zukunft

Vorerst wird Olaf nicht wieder vor der Weinbar stehen. „Ich arbeite aktuell an einer Idee für eine Oster-Deko, zu der der Elch nicht gehören wird. Olaf wird aber ganz bestimmt zurückkommen“, sagt die Weinbar-Betreiberin, die nach wie vor wissen will, wer für die Tat verantwortlich ist.

„Am Ende bin ich aber froh, dass Olaf wieder da ist und möchte mich bei allen Personen bedanken, die sich an der Suche und der Verbreitung unseres Aufrufs beteiligt haben.“


 

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