Rastede setzt sich an die Mietpreis-Spitze

Jasper Rittner

Rastede aus der Luft: Hier der Bereich Ladestraße/An der Bleiche. Bild: Archiv/Torsten von Reeken

Bei den Mieten wurde in Rastede eine Schallmauer durchbrochen. Der Spitzenpreis für Top-Objekte liegt nun über 13 Euro pro Quadratmeter. Hier die Marktübersicht:

Rastede - Bisher galt ja stets die Faustregel: Am teuersten wohnt man im Ammerland in Bad Zwischenahn. In der Summe stimmt das zwar immer noch. Doch Rastede hat in allen Segmenten aufgeholt – und bei den Höchstmieten den Kurort schon überholt.

8,50 Euro im Mittel

Nach dem gerade veröffentlichen Marktbericht der Landessparkasse zu Oldenburg liegen die Top-Mieten in Rastede inzwischen bei 13,05 Euro, in Bad Zwischenahn endet die Preisskala bei 12,75 Euro. Schaut man jedoch auf die Durchschnittsmiete, liegt Zwischenahn mit 8,60 Euro noch knapp vor Rastede mit 8,50 Euro.

Gleichwohl gibt es – wenn man denn Glück bei der Suche hat – noch bezahlbaren Wohnraum. Eine mittlere Lage kostet in Rastede zwischen 5,50 und sieben Euro, so der LzO-Bericht. Gute Lagen kosten 6,65 bis 10,35 Euro. Was Mieter ein wenig beruhigen dürfte, sind die Marktaussichten insgesamt. Denn offenbar ist im Bestand zumeist das Ende der Fahnenstange erreicht. Von 2022 zu 2021 gab es gar einen leichten Rückgang bei den Mieten um drei Prozent.

Nicht nur in Rastede, hier aber recht deutlich, sind die Preisunterschiede je nach Wohnungsgröße. Kleine Appartements sind deutlich teurer. Hier lag der Quadratmeterpreis im Mittel bei neun Euro. Wohneinheiten ab 120 Euro kosteten im Schnitt aber nur 7,40 Euro. Als Faustregel gilt hier: ab 80 Quadratmetern sinkt der Quadratmeterpreis signifikant. Und die 1000-Euro-Marke für eine Kaltmiete ist nach wie vor eine Schallmauer, die nur wenige Interessenten überspringen wollen oder können.

Größe wichtig

Die Größe spielt auch bei Eigentumswohnungen eine Rolle, aber keine so große. Kleine Objekte sind etwas teurer. Deutlichen Rabatt beim Quadratmeterpreis gibt es erst ab 120 Quadratmetern.

Zwischen 1820 und 2350 Euro pro Quadratmeter mussten Käufer für mittlere Lagen bezahlen. In guten Lagen reichte die Skala von 2170 bis 3960 Euro, in sehr guten Lagen von 3670 bis 4460 Euro. Im Mittel kam ein Quadratmeterpreis von 2830 Euro heraus. Anders als bei den Mieten gab es zwischen 2021 und 2022 noch ein kleines Preisplus von 0,3 Prozent.

Häuser für 735 000 Euro

Sehr weit die Spanne bei den Häuserpreisen. Auch hier wurden nur Bestandsimmobilien für die Auswertung herangezogen, keine Neubauten. Mittlere Lagen kosteten danach zwischen 195 000 und 261 000 Euro. Das „gute“ Segment lag bei 241 000 bis 585 000 Euro. Für sehr gute Lagen wurden 526 000 bis 735 000 Euro angegeben. Im Mittel ergab das 372 400 Euro.

Interessant ist ein Blick auf zwei typische Hausvarianten. Reihenhäuser kosteten im Mittel 303 500 Euro. Dafür gab es 108 Quadratmeter Wohnfläche und 343 Quadratmeter Grundstück. Der Quadratmeterpreis für die Wohnfläche lag bei 2810 Euro. Bei einem freistehenden Einfamilienhaus musste man im Mittel „nur“ 2450 Euro pro Quadratmeter bezahlen. Der Gesamtpreis betrug aber 383 600 Euro. Hier bekam man 159 Quadratmeter Grundfläche und 827 Quadratmeter Grundstück.


 

Blaulicht-Ticker

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