Rechtzeitig die Weichen für 2050 stellen

Artikel vom 14.01.2022

Doris Grove-Mittwede

Kräftig gebaut wird im neuen Wohngebiet Augustfehn-Hengstforde: An der Fritz-Bölts-Straße stehen bereits einige neue Häuser. Bild: Doris Grove-Mittwede

Die Gemeinde Apen will wissenschaftlich die Einwohnerentwicklung unter die Lupe nehmen lassen. Macht das Sinn? Dazu die Meinung von NWZ-Redakteurin Doris Grove-Mittwede.

2050 – das sind ja noch fast 30 Jahre. In Apen will man sich jedoch schon bald damit beschäftigen, wie die Gemeinde in einigen Jahrzehnten aussehen könnte. Wissenschaftlich soll die Einwohnerentwicklung unter die Lupe genommen werden.

„Wo gibt es Siedlungen, wo derzeit vor allem ältere Menschen leben?“ heißt eine der Fragen, auf die Antworten gesucht werden. Wo können diese Menschen leben, wenn sie aus ihren Häusern ausziehen und in welchem Zeitraum könnte das sein? Gibt es künftig genügend Wohnungen oder Senioreneinrichtungen? In welchen Siedlungen des Gemeindegebiets ist der Generationenwechsel bereits erfolgt, wo haben junge Familien ältere Häuser gekauft? Wie hoch ist künftig überhaupt der Bedarf an Bauland in der Gemeinde, sollten – auch vor dem Hintergrund des Ressourcensparens – überhaupt noch neue Siedlungen entstehen? Werden auch in den nächsten Jahrzehnten alle Krippen und Kitas noch genutzt, benötigt man weitere und wie sollten diese gebaut werden, damit man die Häuser eines Tages vielleicht auch anderweitig nutzen kann?

Es gibt viele Fragen, die Apens Zukunft betreffen. Es ist gut und richtig, das Thema nicht auf die lange Bank zu schieben, sondern sich schon jetzt mit den nächsten Jahrzehnten und möglichen Folgen für die Infrastruktur, die ja nun viel Geld kostet, zu beschäftigen.

Eine wissenschaftliche Untersuchung der Einwohnerentwicklung wird eine gute Grundlage sein, rechtzeitig die Weichen für eine zukunftsfähige Gemeinde zu stellen.


 

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