Viel Unterstützung für das Ammerland-Hospiz

Artikel vom 10.11.2021

Erhard Drobinski

Los geht’s: Insgesamt gingen über 300 Läufer, Nordic Walker und Speed Walker auf die Strecke rund um das Zwischenahner Meer. Bild: Erhard Drobinski

Vieles war Corona-bedingt anders beim 7. Benefizlauf um das Zwischenahner Meer. Gleich blieb jedoch der gute Zweck, denn der Erlös kommt dem Hospiz in Westerstede zugute

Spaß und Wettkampf: Beide Sachen ließen sich am Samstagvormittag wieder sehr gut miteinander verbinden, als Rolf Möller den Startschuss zum 7. Benefizlauf um das Zwischenahner Meer gab. Über 300 Läufer, Nordic-Walker und Speed-Walker machten sich bei trockenem Wetter auf den etwas über 12 Kilometer langen Rundkurs.

Start in Rostrup

Anders als bei den Vorgängerläufen, die vom Marktplatz in Bad Zwischenahn aus gestartet wurden, war dieses Mal das Gelände an der Berufsbildenden Schule (BBS) in Rostrup Start- und Zielpunkt. „Hier ist alles etwas weitläufiger, was uns doch sehr entgegenkommt“, begründete Rolf Möller den Umzug. Dazu gab es keinen Massenstart, die Teilnehmer machten sich in kleineren Gruppen, die alle mit einem Abstand von 25 Sekunden losliefen, auf den Weg. Schon vorab mussten sich alle Teilnehmer kontrollieren lassen. Eine Siegerehrung gab es zum Ende auch nicht. „Jeder bekommt zum Schluss ein kleines Paket mit Essen und Trinken und kann sich eine Teilnehmerurkunde ausdrucken lassen“, beschrieb Möller weitere Veränderungen zu den bisherigen Läufen.

Zum ersten Mal dabei

Zum ersten Mal nahm eine Laufgruppe um Rena Seeger, Karin Mengers und Margret Lehnen an dem Benefizlauf teil. Die Gruppe wurde im Frühjahr von Rolf Möller ins Leben gerufen und trifft sich einmal in der Woche, um sich sportlich zu betätigen. „Wir sind aber Speed-Walker. Anders als die Nordic-Walker haben wir keine Stöcker zur Unterstützung“, erklärte Karin Mengers den kleinen Unterschied. Als sie von dem Benefizlauf gehört hatten, wurde spontan entschieden, sich dazu anzumelden. „Das Geld kommt dem Hospiz in Westerstede zugute. Wir können also mit unserer Teilnahme noch etwas Gutes bewirken“, so Rena Seeger. Vor dem Start bedankte sich der Organisator, dem viele Helfer zur Seite standen, für die rege Teilnahme und teilte den Anwesenden mit, dass in den ersten sechs Läufen auch mit Unterstützung von Sponsoren rund 50.000 Euro an das Hospiz überwiesen werden konnten.

Lob für Streckenführung

Die Teilnehmer, die Altersspanne reichte von Jugendlichen bis zu Senioren, kamen nicht nur aus dem Ammerland, sondern auch aus den angrenzenden Landkreisen und Städten. Die weiteste Anfahrt nahm wohl ein Starter aus den Niederlanden auf sich. Der Benefizlauf hat sich im Laufe der Jahre einen sehr guten Ruf erarbeitet, was auch an der Streckenführung liegt. „Es ist eine schöne Strecke“, bestätigte nicht nur Michael Kühn aus Wiefelstede. Als Ausdauersportler nimmt er im Jahr an gut drei Langläufen teil. Hier in Bad Zwischenahn startete er nun zum ersten Mal. „Natürlich werde ich versuchen, eine gute Zeit zu erreichen. Unter einer Stunde möchte ich schon bleiben. Der Spaß sollte dabei aber schon im Vordergrund stehen.“


 

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