Was 2023 im Heimatmuseum geplant ist

Artikel vom 18.01.2023

Frank Jacob

Stellen das Programm im Heimatmuseum Wiefelstede vor (von links): Frank Holthusen, Jens-Gert Müller-Saathoff, Eckard Klages und Ingo Hellbusch Bild: Frank Jacob

Noch befindet sich der Anbau im Bau, doch das Team vom Wiefelsteder Heimatmuseum hat bereits viele Ideen für den neuen Veranstaltungsraum. Darüber hinaus ist schon jetzt einiges geplant für 2023.

Die Arbeiten am Anbau des Wiefelsteder Heimatmuseums gehen voran. In Kürze soll das Dach regendicht sein, danach geht es an die Dämmung des neuen Veranstaltungsraumes, der hier entsteht. Der Vorstand des Museumsvereins kann es derweil kaum erwarten, bis das Gebäude voraussichtlich im Sommer genutzt werden kann.

„Der Raum wird uns viele Möglichkeiten bieten“, sagt Jens-Gert Müller-Saathoff. An Lesungen und Musikveranstaltungen denkt der Verein zum Beispiel. Feste Termine gibt es noch keine, den Auftakt soll aber der Wiefelsteder Autor Wilfried Harms machen, kündigt Eckard Klages an. Und mit Sicherheit wird in diesem Jahr die erste Trauung auf dem Gelände stattfinden, ergänzt Frank Holthusen. Der Verein glaubt, dass die Nachfrage groß sein wird. Zumal das Ambiente im Museumsgarten ideal für Hochzeitsfotos sei, meint Ingo Hellbusch.

Ausstellungen

Während die Planungen für Veranstaltungen auf dem Außengelände und im Neubau noch in Abhängigkeit vom Baufortschritt konkretisiert werden, gibt es für die Galerie im Heimatmuseum bereits ein festes Programm. Bis zum 19. Februar wird dort noch die aktuelle Ausstellung zu den 60er-Jahren in Wiefelstede zu sehen sein, sagt Klages und freut sich über den großen Zuspruch: „Die Ausstellung kommt sehr gut an.“ Das gelte auch für den Verkauf des Buches, das zur Ausstellung erschienen ist.

Unter dem Titel „Kümmel und Meer“ steht die nächste Ausstellung im Heimatmuseum. Vom 30. April bis 4. Juni wird die Wilhelmshavener Künstlerin Ilona Kümmel zu Gast sein. Ab dem 11. Juni schließt sich eine Ausstellung der Oldenburger Künstlerin Heike Bedenk und ihres Ehemannes an, die bis in die Sommerferien gezeigt werden soll.

Eine besondere Idee hat Klages für den 17. Juni. Anlässlich des 70. Jahrestages des Volksaufstandes in der damaligen DDR am 17. Juni 1953 plant er eine Veranstaltung. Dazu will er jemanden aus der ehemaligen DDR und eventuell jemanden aus Wiefelstede einladen.

Mit einer Ausstellung von Angelika und Frank Sölter aus Petersfehn geht es im Herbst weiter (9. September bis 1. Oktober). Daran anschließend zeigt Karin von der Lage Tierporträts (8. Oktober bis 12. November). Ab Dezember zeigt schließlich Claus Stölting aus Gristede Fotografien unter dem Titel „Normandie – Mon amour“.

Auch einen Ausblick auf 2024 gibt Klages schon einmal. Da möchte er sich Wiefelstede im Jahr 1876 widmen, das Jahr, in dem das heutige Heimatmuseum gebaut wurde. „Wie groß war Wiefelstede damals? Wie waren die Lebensumstände in dieser Zeit?“, nennt Klages erste Ideen für diese Ausstellung, weiß aber auch: „Da muss ich noch in den Archiven wühlen.“

Weitere Veranstaltungen

Derweil organisiert Müller-Saathoff für dieses Jahr wieder die beliebte Kunstsprechstunde. Sie findet vom 24. bis 26. März statt, weitere Termine plant er für Oktober. Von zwei Historikern können Interessierte ihre kleinen Kunstschätze begutachten und schätzen lassen – wie in der TV-Sendung „Bares für Rares“.

Wieder aufleben sollen auch die Führungen durch die Werkstätten auf dem Außengelände des Museums, durch die Schmiede, die Stellmacherei, den Schuhladen, den Frisörladen, die Bäckerei und den Kolonialwarenladen. „Da würden wir uns auch über weitere Interessierte freuen, die sich in die Thematik einarbeiten und Führungen anbieten möchten“, sagt Müller-Saathoff.

Und schließlich sollen auch wieder Konzerte auf dem Gelände stattfinden. Dafür sei das Areal schließlich ideal geeignet. So hatte etwa das Wiefelsteder Orchester Mediante im vergangenen Jahr unter der Remise im Museumsgarten vor 120 Zuhörern gespielt. Viele seien damals zum ersten Mal auf dem Museumsgelände und im Gebäude selbst gewesen, berichtet Klages. „Die Resonanz war wirklich positiv.“


 

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