Wiefelsteder Narren starten in Session

Artikel vom 11.11.2022

Tim Rosenau

Auch schon vor zehn Jahren ein großer Spaß: die Rathausstürmung des Wiefelsteder Karnevalsvereins. Bild: Archiv/Claus Stölting

Mit der Rathausstürmung läutet der Wiefelsteder Karnevalsverein „Lachende Bütt“ die Session ein. Was es damit auf sich hat und wann gefeiert wird.

Start in die Karnevals-Session: Auch für die Karnevals-Begeisterten aus Wiefelstede beginnt am Wochenende die fünfte Jahreszeit. Am Samstag, 12. November, steht für den Wiefelsteder Karnevalsverein „Lachende Bütt“ die Rathausstürmung an – selbstverständlich um 11.11 Uhr.

Die Rathausstürmung

Normalerweise wird der Start in die nächste Session am 11. November gefeiert, die Wiefelsteder Närrinnen und Narren entschieden sich aber, dies einen Tag später zu tun. Denn: „Am Samstag haben mehr Leute Zeit“, erklärt Schriftführerin Sonja von Seggern. Ganz so rabiat wie es klingt, sei die Stürmung aber nicht: „Man könnte besser sagen, dass wir in das Rathaus dürfen“, so von Seggern. Danach steht die symbolische Schlüsselübergabe durch Bürgermeister Jörg Pieper an.

Die Rathausstürmung ist aber nur der Auftakt: Nach zwei Jahren Zwangspause wird im Januar des kommenden Jahres wieder der „Büttenabend“ stattfinden – die Karnevalsfeier des Vereins. „Wir haben eine Zusage von der Oberschule Wiefelstede, dass wir wieder in der Mensa feiern dürfen“, freut sich von Seggern. Am 21. Januar (Beginn 19.11 Uhr, Einlass 18.30 Uhr) werden die Närrinnen und Narren den Saal füllen. Dort werden die Tanzgarden, „The Speed Beats“, die „Moorladies“, „Die Feuerkehlchen“ der Wiefelsteder Feuerwehr und die „Wiefelsteder Showgirls“ auftreten. Außerdem werden Pastor Tim Unger in die Bütt und Jens Nacke auf die Bühne gehen.

Am darauffolgenden Wochenende wird es dann den allseits beliebten Seniorennachmittag (Samstag, 28. Januar) und den Kinderkarneval (Sonntag, 29. Januar) geben. Mittlerweile fasst die „Lachende Bütt“ etwa 80 Mitglieder, angefangen hat der Karnevalsverein aber in einem kleinen Rahmen.

Die Vereinsgeschichte

Eingetragen wurde er im Jahre 1998 – passenderweise am 11. November. „Das hat sich damals aus unserer Schul-Clique entwickelt“, erinnert sich der Vorsitzende Tim Lenger. In Zusammenarbeit mit dem verstorbenen Olaf Ferber bildete sich der Verein. „Alle Leute sind ihren eigenen Weg gegangen. Karneval war der Grund für unseren Zusammenhalt“, sagt Lenger. Mit dem Eintritt der Garden habe das Vorhaben dann weiter Form angenommen. „Diejenigen, die damals als Kinder eingetreten sind, kümmern sich heute als Trainer um die Jugendarbeit“, erklärt der Vorsitzende. Zu Beginn wurden die Büttenabende noch in der kleinen Sporthalle Am Breeden abgehalten, die Mensa der Oberschule Wiefelstede sei aber der passendere Ort: „Die Ausstattung ist wesentlich besser“, so Lenger.

Die Karnevalsumzüge, die der Verein früher veranstaltet hat, finden nicht mehr statt, seien aber sehr beliebt gewesen. „Wir werden häufig gefragt, ob wir mal wieder einen Umzug machen können. Aber wir bekommen einfach keine Gruppe mehr zusammen, was wirklich schade ist.“ Da die Wiefelstederinnen und Wiefelsteder allerdings an Umzügen in der Umgebung, wie dem Oldenburger Kramermarkt oder bei der Zwischenahner Woche teilgenommen haben, schließt der Vorsitzende eine Neuauflage nicht aus.

Das verspätete Jubiläum

Jetzt bleibt für die „Lachende Bütt“ nur zu hoffen, dass die Pandemie ihnen nicht erneut einen Strich durch die Rechnung macht, denn das Jubiläum des Vereins soll bejubelt werden. „Eigentlich feiert man bei Karnevalsvereinen die Schnapszahlen. Da wir unser 22-Jähriges nicht zelebrieren konnten, tun wir dies nun zum 25-jährigen Bestehen“, sagt Sonja von Seggern.

Karten für die Feier sind ab Dezember bei „Dit und Dat“ in Wiefelstede oder an der Abendkasse erhältlich und kosten 15 Euro pro Person. Verkleidete Gäste erhalten ein Freigetränk.


 

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