Masken für den guten Zweck

Sven Hunger-Weiland

Klaus Wolf (lks.) näht Masken für den guten Zweck. Mit auf dem Bild: DLRG-Öffentlichkeitsreferent Ralf Zimmermann und  Benjamin Röben sowie Friederike Klasing, die als Kunden eine Maske erworben haben.    BILD: Dörthe Wordtmann

BAD ZWISCHENAHN – Eigentlich ist hochwertige Herrenmode sein Metier – aber für den guten Zweck hat Boutique-Inhaber und Schneidermeister Klaus Wolf jetzt mal wieder persönlich zu Nadel und Faden gegriffen: Für den guten Zweck, nämlich den Bad Zwischenahner Ortsverein der DLRG, stellt er seit einer Woche Gesichtsmasken her – und hat damit wohl voll ins Schwarze getroffen.
„Ich bin völlig überwältigt von der Resonanz auf diese Aktion“, freut er sich. Schon nach kurzer Zeit konnte er DLRG-Öffentlichkeitsreferent Ralf Zimmermann die ersten 200 Euro Spendengelder überreichen. Denn das Herstellen der Masken hatte ihm während der Schließungszeit auch die Langeweile im Geschäft vertrieben: „Ich konnte mich schon mal auf meine spätere Rolle als Rentner einstimmen“, scherzt der Geschäftsmann, der in diesem Jahr sein 50. Jubiläum in der Bahnhofstraße feiert. Überhaupt ist sein Geschäft ein Familiengeschäft, das in vier Jahren 120 Jahre Bestehen feiert – übrigens zeitgleich mit der 900-Jahr-Feier der Gemeinde Bad Zwischenahn.
Für einen Mundschutz braucht der Fachmann lediglich 20 Minuten Schneide- und Nähzeit. Bis zu 20 Masken schafft er am Tag: „Jetzt habe ich natürlich allerhand zu tun, da ja auch das Geschäft wieder öffnet. Zwischen der Kundenberatung wird dann mal wieder ein Mundschutz angefertigt.“ Auch die ersten „Großbestellungen“ seien schon eingegangen, beispielsweise von einem örtlichen Steuerbüro, das gleich 100 Stück der handgefertigten Masken geordert hat. Zur Verwendung kommen übrigens gespendete Stoffreste wie Bettlaken oder Tischdecken und ähnlich geeignete Baumwollmaterialien. Die Spendehöhe ist jedem selbst überlassen – das Geld kommt gänzlich der DLRG-Ortsgruppe zugute.
Die ist in diesem Jahr arg gebeutelt, denn viele Veranstaltungen, die traditionell auch Spenden in die Kasse spülen, fallen weg. Und auch das Riesen-Event „Quer durchs Meer“, das eigentlich für den August geplant war, muss jetzt dank  Corona auf den 7. August 2021 verschoben werden.


 

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