„Künstler von hier“ zeigen Werke

Präsentieren sich bis zum 12. September in der Alten Schlosserei beim Pferdemarkt: Künstler aus Oldenburg und umzu.BILD: MEYER

OLDENBURG – Lange haben sie unter den Beschränkungen der Corona-Pandemie gelitten, die sie besonders hart getroffen haben. Auch wenn die Zeit für sie sehr schwierig war – die Künstler aus Oldenburg und umzu haben ihre Köpfe nicht in den Sand gesteckt und nur auf den richtigen Moment gewartet, sich und ihre Werke wieder zu präsentieren. Und dieser Zeitpunkt ist jetzt gekommen.

Über 40 Kunstschaffende

Mit der Ausstellung „Künstler von hier“ setzt die Oldenburger Szene ein deutliches und vor allem vielfältiges Lebenszeichen. Mehr als 40 Kunstschaffende aus verschiedenen Bereichen haben sich zusammengetan und unter der Organisation von Karin Eickenberg und Norbert Egdorf eine Ausstellung auf die Beine gestellt. Nach der offiziellen Eröffnung am Freitag präsentieren sich die Künstler bis zum 12. September in der Kulturhalle am Pferdemarkt 8a, gleich neben der aktuell gesperrten Freifläche, die wegen Versackungen nicht mehr betreten werden kann.
„Das schränkt unsere Ausstellung aber nicht ein. Wir müssen nur einige Konzerte auf den Pferdemarkt verlegen“, sagt Egdorf, der sich freut, dass Björn Thümler die Schirmherrschaft über die Ausstellung übernommen hat.
„Wir freuen uns, mit dieser Ausstellung die große Bandbreite der Oldenburger Künstler präsentieren zu können“, sagt Karin Eickenberg. Denn neben Malerei, Fotografie und Bildhauerei werden in und um die alte Halle auch Musik, Literatur und Poetry Slam präsentiert. Besucher müssen dabei keinen Eintritt zahlen. Die Veranstalter bitten jedoch um Spenden, die den Künstlern zugute kommen sollen.
Die  wünschen sich, dass es mehr Möglichkeiten wie diese Ausstellung geben würde, Kunst zu präsentieren. „Leider gibt es in Oldenburg keine Städtische Galerie. Und einen Kulturdezernenten haben wir auch nicht“, sagt Hannes Clauss in diesem Zusammenhang. Der Jazz-Musiker und Maler stellt Papier-Arbeiten aus, in denen er Minimal-Art mit Abstraktheit verbindet. Darüber hinaus wird eines seiner Stock-Bilder gezeigt, bei dem Licht, Blickführung, Verdeckung und die Bildraumerweiterung eine Rolle spielen.
Knallige Kontrastfarben sind das Mittel, mit dem Anita Buchholz ihre Werke mit groben Pinselstrichen auf die Leinwand bringt. Die Motive sind dabei heimliche Porträts von Menschen, die sie im Vorfeld aus Fotografien am PC zusammensetzt, bevor sie diese auf die Leinwand bringt.

Poetry Slam am Sonntag

„Einer der Höhepunkte in unserem Veranstaltungsprogramm ist der Poetry Slam am Sonntag um 16 Uhr“, empfiehlt Eickenberg. Dabei tritt die Kabarettistin Annika Blanke, die aktuell für den renommierten Kleinkunstpreis „St. Ingberter Pfanne“ nominiert ist, zusammen mit der Künstlerin Nicole Seidenz auf. Die beiden präsentieren Gegenstücke zu ausgewählten Werken der jeweils anderen, so dass immer ein Text einem Bild gegenübergestellt wird.
Eine ausführliche Zusammenfassung der Ausstellung gibt es im Katalog, der ebenfalls unter dem Namen „Künstler von hier“ erschienen ist. Darin werden alle Künstler porträtiert, die dabei auch die Möglichkeit haben, zu erläutern, mit welchen Themen sie sich auseinandersetzen und was sie mit ihrer Kunst bewirken wollen.
Das vollständige Programm der Ausstellung, die montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, sowie samstags von 10 bis 18 Uhr und sonntags von 12 bis 18 Uhr geöffnet ist, gibt es im Internet unter www.künstler-von-hier.de


 

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