Wenn Maschinen menschlich werden

Ab dem 9. September ist "Robot Dreams" im theater wrede zu sehen. Bild: wrede

Oldenburg/red. Vor Jahren Science Fiction – vielleicht bald Realität? Beginnen Maschinen selbst zu denken? Wie menschlich dürfen sie werden? Unter dem Thema „Blickwechsel“ betrachtet das theater wrede in der neuen Spielzeit wieder viele Gesellschaftsthemen kritisch und regt im Abendprogramm sowie in den Stücken für die Allerkleinsten zu einem zweiten Blick an. Den Auftakt im Abendprogramm macht an diesem Donnerstag, 9. September, das Gastspiel „Robot Dreams“ (MEINHARDT & KRAUSS cinematic theatre), das sich unter anderem mit der Vermenschlichung von Maschinen beschäftigt.

„Robot Dreams“ überzeugte unter anderem mit ihrem Auftritt beim Internationalen Figurentheaterfestival in Nürnberg. Nach dem ausverkauften Auftakt präsentiert das Theater mit „Robot Dreams“ das erste Gastspiel im neuen Abendprogramm.
Drei Tänzer:innen treffen bei „Robot Dreams“ auf Automaten, Roboter und animatrionische Körperteile und begegnen der künstlichen Intelligenz ToMoMi. Ein Code und Elektrizität lassen die Maschinen-Objekte lebendig werden. Sie sind nicht menschlich, nicht tierisch, aber auch keine reinen Objekte mehr. Sie haben eine Präsenz, eine Magie.

Während die Spieler:innen durch Sensoren und Technik langsam selbst zu Cyborgs und zu Objekten werden, beginnen die Maschinen zunehmend menschliche Eigenschaften und Gefühle zu entwickeln. Zwischen Künstlicher Intelligenz und Programmiercodes am Rande des technisch Machbaren, entspinnt sich ein surrealer MaschinenTraum. „Wie menschlich dürfen Roboter werden, damit sie uns nicht unheimlich und vielleicht auch überlegen werden? Wie sehr werden wir selbst zu Maschinen? MEINHARDT & KRAUSS cinematic theatre widmen sich einem aktuellen Thema und spielen mit der Vermenschlichung von Maschinen sowie der Zunahme von Technik am menschlichen Körper. Denn Herzschrittmacher, Implantate oder künstliche Gelenke sind heutzutage auch selbstverständlich geworden“, kommentiert Katharina Proske, Pressesprecherin im theater wrede , das Stück.

Die ersten Ideen zu „Robot Dreams“ wurden innerhalb des flausen Stipendiums entwickelt, dass das theater wrede im Rahmen ihres Theaternetzwerks jährlich mehrfach an Künstler:innen vergibt, um frei szenisch forschen zu können. Die anschließende Koproduktion wurde ebenfalls von flausen unterstützt.

Das freie Ensemble MEINHARDT & KRAUSS reist mit seinen Inszenierungen zu nationalen und internationalen Festivals in inzwischen über 15 Länder und freut sich über Aus-zeichnungen mit diversen Preisen, darunter der »Grünschnabel«, den »Schweizer Preis für innovatives, jungesTheater« und die Nominierung für den »George Tabori Förderpreis.

Premiere für "Die Präsidentinnen"

Am Freitag, 24. September, feiert das Stück "Die Präsidentinnen“ seine Premiere. am 24.09. „Die Präsidentinnen“ handelt von den drei Frauen Grete (gespielt von Brit Bartuschka), Mariedl (Wiebke Rohloff) und Erna (Marga Koop), die von ihrem sozialen Aufstieg träumen und ihren Weltschmerz hemmungslos hinausstöhnen. Schonungslos driften sie von ihrer Realität immer weiter ab und versuchen sich gegenseitig auszustechen, während ihr eigener Dreck haufenweise unter ihrem Teppich ruht. Was ist hier bloß danebengegangen? Der moderne Klassiker von dem verstorbenen Star-Dramatiker Werner Schwab über die Abgründe des Kleinbürgerturms treibt schonungslos auf die Spitze und hält der Gesellschaft gnadenlos den Spiegel vor: „Das sind Leute, die glauben, alles zu wissen, über alle zu bestimmen. Eine Form von Größenwahn“, so Werner Schwab über sein Stück, mit dem er 1990 seinen Durchbruch hatte. „Die Präsidentinnen“ gehört mit der irrwitzigen Sprachkunst seitdem zu den skurrilsten und witzig-bösesten Theatertexten der Gegenwart.

Programm für die Kleinsten

Nach dem erfolgreichen Auftakt von „Mond – Eine Reise durch die Nacht“ (weitere Termine 23. und 24. Oktober) zeigt das Theaterteam am Sonntag, 19. September, „Entlein gut, alles gut“. In einer liebevollen Verknüpfung aus Figurenspiel, Performance und Live-Musik wird allen ab zwei Jahren (Kinder bis mindestens sechst Jahren) gezeigt, wie wertvoll unterschiedliche Ansichten sind.


 

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