„Voices-Festival der Stimmen“ geht an den Start

Artikel vom 08.01.2022

Klaus Fricke

Kommt am 2. Februar nach Oldenburg: Ulrich Tukur. Bild: Veranstalter

Die beliebte Kultur-Reihe „Voices – Festival der Stimmen“ geht wieder an den Start. Das Programm ist vielfältig und wartet mit einigen Besonderheiten auf.

Konzertveranstalter sind in diesen Pandemiezeiten nicht zu beneiden. Morgens erlassene Hygieneregeln sind abends das Maß aller Dinge vor der Bühne. Doch trotz aller Unwägbarkeiten stellen Kulturmanager und -managerinnen ihre Programme auf und vor – hoffend, dass beim nächsten Termin Publikum überhaupt zugelassen ist. Und besonders Mutige planen gleich eine ganze Konzertreihe.

Andreas Holtz ist so ein Mutiger. Der Musikchef der Kulturetage hat im Jahr 2000 die Reihe „Voices – Festival der Stimmen“ entwickelt und seitdem zu einem Höhepunkt im Oldenburger Konzertkalender geführt. Volle Säle waren der Normalfall, berühmte Künstlerinnen und Künstler waren dankbar für die Chance, ihre Stimmen fernab aller Regularien erklingen zu lassen. Und genau so soll es bei der „Voices“-Ausgabe 2022 wieder sein, natürlich unter Berücksichtigung aller Corona-Regeln.

Das kleine Format

Wissend um die Planungsunsicherheit bei Bühnenveranstaltungen, hat Holtz für den nächsten Stimmen-Reigen vorrangig auf das kleine Format gesetzt, schließlich muss „Voices“ zwei Monate allen möglichen neuen Auflagen gerecht werden. Vom 15. Januar bis zum 25. März sind deshalb elf Konzerte vorgesehen, die auch ohne Stehplätze und drückende Enge für gute Stimmung sorgen. A cappella und Lesungen, ruhige Weltmusik, sanfter Jazz und sogar etwas Kabarett sorgen dafür, dass das „herausragende Instrumente der eingeladenen Künstlerinnen und Künstler“ (so die Kulturetage) in allen Facetten präsentiert werden kann.

Unter den elf Solisten und Gruppen jemanden hervorzuheben, fällt schwer bei dem neuen Programm. Dennoch gibt es einige Besonderheiten: Zum Beispiel das Berliner A-cappella-Quintett ON AIR (15. Januar), das mit seiner dramatisch-opulenten Vokaltechnik vor zwei Jahren beim weltgrößten Festival dieses Genres in Moskau zur besten Formation gewählt wurde. Oder die dänische Sängerin Gitte Haenning (18. März), die ihre Zeit der lustigen Schlager längst hinter sich gelassen hat und in ihrem aktuellen Programm vernachlässigten Jazz-Standards neuen Glanz verleiht.

Fenster und Folk

Oder auch Jens Wawrczeck (4. Februar), einer der Synchronsprecher aus der Hörspielserie „Die drei ???“, der sich nun spielend und lesend Alfred Hitchcocks genialen Film „Das Fenster zum Hof“ vornimmt. Und schließlich wird in der Kulturetage immer wieder gern begrüßt die Norwegerin Kari Bremnes (17. März), die in ihren Songs skandinavische Folkmusik und Pop auf einzigartige Weise zu verbinden versteht.

Für alle „Voices“-Akteure aber gilt, und das alljährlich seit dem Jahr 2000: Die Stimme stimmt.

DIE TERMINE:

15. Januar: ON AIR; Berliner A-cappella-Gruppe mit neuem Programm „Identity“.

22. Januar: Philipp Köster und Jens Kirschnek; leitende Redakteure des Fußball-Magazins „11 Freunde“ lesen Texte aus dem Magazin.

2. Februar: Ulrich Tukur und die Rhythmus Boys; Jazz, Swing und Chansons in dem aktuellen virologischen Spezialprogramm „Rhythmus in Dosen“.

4. Februar: Jens Wawrczeck; der Schauspieler stellt lesend und spielend Hitchcocks Thriller „Fenster zum Hof“ nach.

2. März: Django Asül; der niederbayerische Kabarettist präsentiert sein Programm „Offenes Visier“.

4. März: LaLeLu; die Hamburger Gruppe singt a cappella und zeigt Komödiantisches unter dem Titel „unplugged“.

5. März: Hubert von Goisern; Folk, Pop und Weltmusik gibt es zu hören von dem ehemaligen Alpenrocker.

17. März: Kari Bremnes; Folkmusik aus Skandinavien, angereichert durch angenehmen Pop und Jazz, zelebriert die norwegische Sängerin.

18. März: Gitte Haenning; Jazz, Pop und Chansons singt die große Dame der dänischen Vokalmusik.

24. März: Sven Ratzke; der Star-Entertainer und seine Band versuchen den Rückblick in „20th century songs – die legendäre Musik des 20. Jahrhunderts“.

25. März: Basta; eine der beliebtesten deutschen A-cappella-Formationen stellt ihr Programm „Eure liebsten Lieder“ vor.

Beginn der Veranstaltungen in der Kulturetage (Bahnhofstraße 11) ist jeweils um 20 Uhr.

Tickets und weitere Infos gibt es im Internet unter:

www.kulturetage.de


 

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