Austauschprogramm stärkt Zusammenhalt

Artikel vom 03.10.2022

Tim Rosenau

Nahmen am Austauschprogramm teil: Die Schülerinnen und Schüler aus Wildeshausen, Griechenland, Italien, Spanien und Tschechien. Bild: Tim Rosenau

Knapp eine Woche besuchten Austauschschülerinnen und -schüler aus Griechenland, Italien, Spanien und Tschechien Wildeshausen. Das Gymnasium bot Workshops und Exkursionen an.

Erasmus-Austauschprogramm am Wildeshauser Gymnasium: 36 Schülerinnen und Schüler aus Italien, Spanien, Griechenland und Tschechien waren knapp eine Woche in Wildeshausen zu Besuch. Untergekommen bei Gastfamilien, erkundeten die Austauschschülerinnen und -schüler die Stadt, lernten die Schule kennen und schlossen neue Freundschaften.

Aus jedem Land waren zudem zwei Lehrerinnen und Lehrer mit dabei. Unterstützt wurden sie von 29 Jugendlichen des Gymnasiums Wildeshausen. Zum Abschluss gab es am Donnerstagabend eine Abschiedsfeier.

Workshops und Rallye

Am vergangenen Sonntag kamen die Gruppen an, am Montag startete das Programm: In Workshops wurde das Thema Gender Diversity (zu deutsch: Geschlechtervielfalt) bearbeitet. Auch die Lehrerinnen und Lehrer hatten zeitgleich einen Workshop zu diesem Thema.

„Es sind zwar andere Länder, aber die Probleme sind die gleichen. So haben wir zusammen daran gearbeitet“, sagte Laura Voglioti, eine der Lehrerinnen aus Italien. Die Kinder hatten so die Möglichkeit, sich ohne Aufsicht der Lehrer mit einem externen Experten zu unterhalten. „Es war schön, darüber sprechen zu können, ohne Angst haben zu müssen, verurteilt zu werden. Ich war beeindruckt, wie gut die deutschen Schüler sich mit dem Thema auskennen“, sagte Erika Malaveci aus Griechenland.

Die Gymnasiallehrerin Antje Grützmacher war ebenfalls zufrieden mit den Arbeitsgruppen: „Es ist ein wichtiges Thema und auch ein Anliegen unserer Schule, darüber aufzuklären“, sagte sie. Die Ergebnisse stellten die Jungen und Mädchen am Donnerstag vor.

Montags stand außerdem eine Stadtrallye durch Wildeshausen an. Jan Pipal aus Tschechien gefiel die Architektur: „Die Häuser und das Stadthaus haben mir gefallen. So etwas habe ich vorher noch nicht gesehen“, sagte er.

Positives Fazit

Am Dienstag besuchten die Kinder Bremen, am Mittwoch gab es eine Exkursion nach Hamburg. Das Fazit aller Beteiligten fiel positiv aus. Das Erlebte räumte zudem mit Vorurteilen auf: „Ich dachte, dass die Deutschen kalt sind, aber es war genau das Gegenteil“, sagte Erika Malaveci. Gleicher Meinung war Nefeli Agriou, die bei der Familie von Hannah Oltmann wohnte: „Die Menschen hier waren sehr freundlich. Der Austausch und auch meine Gastfamilie waren großartig.“

Ihre Gastschwester sammelte ebenfalls neue Eindrücke: „Ich habe viel über Kultur und Sprache gelernt. Außerdem konnte ich meine Englischkenntnisse verfeinern“, so Hannah Oltmann. Die Mischung aus kulturellem Austausch, Lehrveranstaltungen und Exkursionen brachte alle Beteiligten enger zusammen.


 

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