Baustein im Gesamtkonzept

Sprachen über die Digitalisierung an Schulen (von links im Vordergrund): Kreisschulamtsleiter Maik Ehlers, Medienberater Matthias Ottmann, BBS-Schulleiter Jens Haar sowie Vertreter der FDP-Kreistagsfraktion und der Kreisverwaltung BILD: CHRISTOPH KOOPMEINERS

Landkreis – Startschuss für den Aufbau einer IT-Systemadministration an den Schulen des Landkreises Oldenburg: Wie Kreisschulamtsleiter Maik Ehlers bei einem Informationstermin der FDP-Kreistagsfraktion in den Berufsbildenden Schulen (BBS) Wildeshausen berichtete, haben am 1. September zwei Fachleute ihre Arbeit aufgenommen. Am 1. Januar stößt ein weiterer Systemadministrator hinzu. Der Landkreis hat elf Schulen in seiner Trägerschaft. Mit im Boot sind auch die Stadt Wildeshausen sowie die Gemeinden Dötlingen und Großenkneten mit weiteren 13 Schulen.

Die Computerfachleute haben ein provisorisches Büro in den BBS bezogen. Dort wird künftig die Kreismedienstelle angesiedelt. Die Bauarbeiten laufen. Der Umzug von der Burgstraße an die Feldstraße ist für 2022 vorgesehen.

„Wir starten bei Null“, sagte Ehlers. Es gehe um den Aufbau von Serverkapazitäten und sicheren W-Lan-Netzen in den Schulen. „Zunächst sollen die Laptops und iPads, die mit Fördermitteln des Digitalpakts angeschafft werden, in die schulischen Netze eingebunden werden“, so Ehlers.

Nach Darstellung von Jens Haar, Leiter der BBS, läuft der Präsenzunterricht zwar wieder. Gleichwohl bereiteten sich die BBS auf einen weiteren Lockdown vor. „Wir haben uns in den vergangenen Monaten weiter entwickelt und sind besser geworden.“

Doch Haar schätzt, dass beim Homeschooling vor den Sommerferien bis zu 30 Prozent der SchülerInnen inhaltlich nicht erreicht worden seien. Deshalb gebe es auch Verlierer der Corona-Krise. „Manche brauchen einfach das Miteinander in der Klasse“, so Haar. Um den Unterricht daheim zu verbessern, sollen künftig bedürftige Schülerinnen mit Laptops oder iPads ausgestattet werden. So könnten sie auf die Lernplattformen der BBS zugreifen.

Rund drei Millionen Euro bekommt allein der Landkreis Oldenburg in den nächsten vier Jahren aus dem Digitalpakt von Bund und Land. Laut Ehlers seien 1,5 Millionen verplant. Um die Fördermittel zu erhalten, müssen die Schulen ein Medienkonzept erarbeiten. „Die Pädagogik entscheidet, welche Programme auf dem Computer eingesetzt werden“, so Ehlers. „Unsere IT-Unterstützung ist nur ein kleiner, wenn auch wichtiger Baustein im Gesamtkonzept der zunehmenden Digitalisierung an Schulen.“

Nach Aussagen von Matthias Ottmann, Gymnasiallehrer und Medienberater für den Landkreis, sind die digitalen Angebote seit März wie Pilze aus dem Boden geschossen. „Bei den Lehrern gibt es eine hohe Bereitschaft für digitale Fortbildungen.“ Solche Einheiten seien deutlich kürzer, weil per Computer intensiver gelernt werde als bei Präsenzfortbildungen.

Ottmann und Haar betonten die Bedeutung stabiler Netzwerke in den Schulen. Laut Ehlers sind inzwischen alle Landkreis-Schulen ans Glasfasernetz angeschlossen. BBS-Leiter Haar hob die Notwendigkeit einer kreisweiten Infrastruktur hervor, um auch Schüler in entlegenen Orten gleiche Bildungschancen zu ermöglichen. Auch an dieser Baustelle werde gearbeitet, hieß es.


 

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