Bisher sind 61 Geschäfte „generationenfreundlich“

Artikel vom 23.11.2021

Hoffen auf weitere Bewerber für das Zertifikat „Generationenfreundlich einkaufen“: Wirtschaftsförderin Christa Linnemann (von links), Jutta Ott, Jürgen Lüdtke und Monika Brandt vom Seniorenbeirat sowie Christian Siedenstrang (Rathaus), Hans-Joachim Brandt (Seniorenbeirat), Timo Vetter (Gantermarkt) und Dietmar Mietrach (WiB). Bild: Gemeinde Ganderkesee/Hauke Gruhn

Bereits zum zweiten Mal können Geschäfte in der Gemeinde Ganderkesee das Zertifikat „Generationenfreundlich einkaufen“ erlangen. Der Seniorenbeirat prüft und berät interessierte Betriebe

Im Juli fiel der Startschuss für die Neuauflage der Aktion „Generationenfreundlich einkaufen“. Seitdem hat der Seniorenbeirat Ganderkesee bereits 61 Geschäfte auf ihre Bedingungen für ein unbeschwertes Einkaufserlebnis geprüft. Damit sei die Erfolgsmarke aus dem Jahr 2011 überschritten, teilt Gemeindesprecher Hauke Gruhn mit. Seinerzeit hatten 60 Betriebe der Gemeinde den ersten Platz in Niedersachsen beschert. Da noch 25 Ladenlokale auf der Warteliste stehen, hat der Seniorenbeirat laut Gemeindeverwaltung seine neue Zielmarke auf 100 erhöht.

Großes Interesse

„Ich bin begeistert, wie viele Geschäfte Interesse an unserem Angebot zeigen“, freut sich Jürgen Lüdtke, Vorsitzender des Seniorenbeirats. Daher will er die Aktion mit seinem fünfköpfigen Team noch bis Ostern fortsetzen. Lüdtke hofft, dass sich mindestens 14 weitere Betriebe anmelden, um die 100er-Marke zu erreichen. Dass genügend Geschäfte die Voraussetzungen für dieses Ziel erfüllen können, davon ist Ganderkesees Wirtschaftsförderin Christa Linnemann überzeugt: „Der Einzelhandel hier vor Ort bietet qualitativ hochwertige Beratung und Serviceleistungen sowie ein bequemes und barrierearmes Einkaufen.“ Daher hoffe auch sie, dass noch viele weitere Unternehmen die Gelegenheit nutzen, ihre Leistungen durch das orangefarbene Qualitätssiegel mit weißem Einkaufs- und Kinderwagen dokumentieren zu lassen.

Kleine Veränderungen

„Es ist immer wieder schön zu sehen, mit welch kleinen Veränderungen sich wahrnehmbare positive Wirkungen erzielen lassen“, macht Lüdtke darauf aufmerksam, dass bei den Prüfungen die Beratung und die gemeinsame Suche nach Lösungen im Vordergrund stehen. Als Beispiel nennt er mobile Rampen in Verbindung mit einer Klingel, durch die der Zugang zu den Geschäften Menschen mit Rollator oder Kinderwagen erleichtert oder auch erst ermöglicht werden könne. „Wir haben es mehrfach erlebt, dass Geschäfte sich zunächst nicht für den Laden-Check angemeldet haben, weil sie davon ausgingen, wegen Stufen oder ähnlicher Barrieren keine Chance auf das Zertifikat zu haben“, berichtet Lüdtke. Derartige Bedenken hätten sich im Gespräch schnell ausräumen lassen.

Verschiedene Kriterien

Für das Zertifikat „Generationenfreundlich einkaufen“ und das orangefarbene Gütezeichen werden Unternehmen anhand eines Kriterienkatalogs „geprüft“. Dabei geht es neben dem barrierefreien Zugang zum Geschäft auch um helle Beleuchtung, rutschfeste und blendfreie Fußböden sowie um Service- und Beratungsleistungen. Die ursprünglichen Kriterien wurden gerade überarbeitet.

Auch werden die Zertifikate nicht mehr vom Handelsverband Niedersachsen-Bremen, sondern vom Landesseniorenrat Niedersachsen verliehen. Dieser wertet auch die Checklisten der Vor-Ort-Prüfer aus. „Die Zertifikatsverleihung soll nach Ostern stattfinden, damit wir hinreichend Zeit für die hoffentlich noch zahlreichen Prüfungen haben“, erläutert Lüdtke. Außerdem wolle man die Adventszeit aussparen, um das vorweihnachtliche Geschäft nicht zu beeinträchtigen. Jürgen Lüdtke steht als Vorsitzender des Seniorenbeirats für Fragen und Anmeldungen zur Verfügung. Er ist unter Telefon 04221/9242904 oder per E-Mail an juergen.luedtke@gmx.net zu erreichen.


 

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