Corona macht Tierschützern viel Arbeit

von Peter Kratzmann

LANDESVORSITZENDER DIETER RUHNKE (MITTE) BEGRÜSSTE BEI DER JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG DES LANDESTIERSCHUTZVERBANDES (VON LINKS) THOMAS SCHRÖDER (PRÄSIDENT DEUTSCHER TIERSCHUTZBUND), DIE LANDTAGSABGEORDNETEN CHRISTOPH EILERS UND HORST KORTLANG SOWIE STAATSSEKRETÄR PROF. DR. LUDWIG THEUVSEN. BILD: PETER KRATZMANN

Versammlung in Rhade – Kritik an Tierhandel und -haltung

Viel Aufregung und Unsicherheit, Krankheit und Tod habe die Corona-Pandemie verursacht. Unter diesen Vorzeichen hätten die aktuell rund 23 000 Mitglieder in den 79 Mitgliedsvereinen des Landestierschutzverbandes Niedersachsen gute Arbeit geleistet, sagte der Landesvorsitzende Dieter Ruhnke am Sonntag im Veranstaltungshaus „Kultur hinterm Feld“ in Rhade. Hier kamen knapp 60 Vereinsvertreter zur Mitgliederversammlung zusammen. Andere waren online live dabei.

Unter den Gästen waren der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Thomas Schröder, der Staatssekretär im Niedersächsischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Prof. Dr. Ludwig Theuvsen, sowie die Landtagsabgeordneten Christoph Eilers (CDU) und Horst Kortlang (FDP). Grünen-MdL Miriam Staudte war online zugeschaltet.

Kein Zusammenbruch

Trotz Corona-bedingter Absagen vieler Veranstaltungen und der damit verbundenen Einnahmeeinbußen sei der Tierschutz nicht zusammengebrochen, betonte Ruhnke. „Die Arbeit ging in den Tierheimen weiter. Kein einziger Verein musste seine Tätigkeiten wegen Krankheit einstellen“, zeigte sich der Vorsitzende zufrieden. Dabei seien während der Pandemie viele angeschaffte Tiere in den Tierheimen abgegeben worden, obwohl sie von dort nie vermittelt und oft über dubiose Online-Kanäle gehandelt worden seien. Kritisch äußerte sich Ruhnke zum Abbrennen von Osterfeuern zur Brauchtumspflege in Ostfriesland.

Einsatz für Hunde

Für eine Rehabilitierung von Hunden, die nach einer Bissattacke als gefährlich eingestuft werden und diesen Makel nur in Sonderverfahren wieder ablegen können, zeigten die eingeladenen Landespolitiker Verständnis. Eine Änderung noch in dieser Legislaturperiode sei möglich. Einig war man sich über ein Hunderegister unter der Regie des Deutschen Tierschutzbundes. Es solle auch um Katzen erweitert werden, sagte Staatssekretär Ludwig Theuvsen.

In der Jahreshauptversammlung wurde von den Mitgliedern schließlich eine Resolution beschlossen mit der Forderung, dass auch der Tierschutz als systemrelevant eingestuft werden müsse.


 

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