Einen Teil zum Wiederaufbau beitragen

Übergabe des Schecks über 45 000 Euro (von links): Artur Gabriel, Jens Kuraschinski, Siegbert Schmidt, Guido Orthen, Peter Diewald (beide Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler), Willi Meyer, Manfred Wulf und Heini Hüls. Foto: Gilde

Wildeshausen – Immer noch prägen Zerstörung, Schlamm und kaputte Straßen das Bild im Ahrtal. Nach der Flutkatastrophe hatten die Stadt Wildeshausen und die Wildeshauser Schützengilde die Geschehnisse „fassungslos“ zur Kenntnis nehmen müssen, heißt es in einer Mitteilung am Sonntag. Aber ein sofort gestarteter Spendenaufruf hat zu großem Erfolg geführt: Bei mehr als 200 Einzelspenden von Privatpersonen, Unternehmern und Vereinen sind dabei knapp über 40.000 Euro zusammengekommen. Dieser Betrag wurde anschließend vom Förderverein Gildefest aufgerundet, so dass nun insgesamt 45.000 Euro den Opfern der Flut zugutekommen. „Ein großartiges Ergebnis“, sagt Siegbert Schmidt, Schatzmeister der Gilde und Vorsitzender des Fördervereins Gildefest. „Es war toll zu sehen, wie sich in kürzester Zeit viele Wildeshauser und Wildeshauserinnen an diesem Aufruf beteiligt haben. Von etwas größeren Spenden bis zu Kleinstbeträgen war alles dabei.“
Persönliche Übergabe

Den Scheck brachte Bürgermeister und General der Gilde, Jens Kuraschinski, persönlich in die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Begleitet wurde er vom Oberst der Gilde, Willi Meyer, von Schatzmeister Siegbert Schmidt sowie weiteren Teilnehmern aus Wildeshausen. Empfangen wurden die Wildeshauser vom Bürgermeister der Stadt, Guido Orthen, sowie dem ersten Beigeordneten Peter Diewald. Eingesetzt werden kann das Geld nun für die Beseitigung der Schäden und für die Aufbauarbeiten in dieser vormals vom Tourismus geprägten Stadt.

Zutiefst beeindruckt zeigte sich die Wildeshauser Abordnung besonders davon, welche Kraft und Energie die Bürgerinnen und Bürger bereits in den Wiederaufbau gesteckt haben. „Es war erschütternd zu sehen, welch großer Schaden durch die Flutkatastrophe im Juli entstanden ist, aber vor allem ist es traurig zu sehen, wie viele furchtbare Einzelschicksale hier zu verzeichnen sind“, sagte Kuraschinski.

Viele Einzelschicksale

Nach wie vor sei kaum eine Gasversorgung und eine flächendeckende Wasserversorgung gewährleistet, erfuhren der Bürgermeister und seine Begleiter. Der Großteil des Arbeitsmarktes sei zusammengebrochen, zwei von drei Feuerwehrhäusern seien komplett zerstört und für einen Teil der 30.000 Einwohnern werde es sehr schwer, in ihre Häuser zurückzukehren. Es würden weiterhin Unterkünfte gesucht, da ganze Häuser weggeschwommen seien und es deshalb voraussichtlich im Winter Schwierigkeiten in der Wärmeversorgung geben werde.

In Kontakt bleiben

„Wir hoffen sehr, mit diesem Betrag insbesondere Bürgerinnen und Bürger zu helfen, die durch diese Katastrophe quasi alles verloren haben“, erklärte Willi Meyer, der mit Jens Kuraschinski versprach, in nächster Zeit auf jedem Fall mit den Vertretern von Bad Neuenahr-Ahrweiler weiterhin in Kontakt zu bleiben.


 

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