Manager soll City aufpeppen

Freuen sich über den Zuschuss für die Wildeshauser Innenstadt: (von links) Wolfgang Sasse, Wolfgang Däubler, Jens Kuraschinski, Michael Müller und Evelyn Goosmann in der Huntestraße.BILD: KOOPMEINERS

LANDKREIS – Sechs von acht Kommunen im Landkreis Oldenburg profitieren vom Sofortprogramm „Perspektive Innenstadt“ des Landes Niedersachsen. Wildeshausen, Hude, Wardenburg, Hatten  und Harpstedt werden entsprechend ihrer Größe  (10 000 bis 25 000 Einwohner) mit 345 .000 Euro  gefördert, Ganderkesee (Kategorie 25 000 bis 40 000 Einwohner) mit 755 000 Euro. Der Eigenanteil der Kommunen liegt bei zehn Prozent der Fördersumme. Die Gemeinden Großenkneten und Dötlingen hatten keinen Antrag gestellt, wie aus den Rathäusern zu erfahren war.

Bedarf in Huntestraße

„Wir freuen uns riesig über die Förderung“, reagierte Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski bei einem Ortstermin am Eingang der Huntestraße, wo er zusammen mit den stellvertretenden Bürgermeistern Evelyn Goosmann, Wolfgang Sasse und Wolfgang Däubler sowie Michael Müller vom Stadtmarketing die Situation der Innenstadt beleuchtete.
„Die Innenstadt attraktiv zu halten, muss unser oberstes Ziel sein. Wir müssen sie wieder mehr mit Leben füllen“, so Kuraschinski. „Wir haben Handlungsbedarf in der  Huntestraße, aber auch in der Westerstraße.“ Es gebe erste Gespräche. „Alle warten darauf, was die Stadt macht, ob sie vorlegt.“ Goosmann, Däubler und Sasse machten deutlich, dass Wildeshausen einen Citymanager benötigt, der einen engeren Kontakt zu den Geschäftsleuten und den Kunden hat und sich um die Leerstände kümmert.
Das Sofortprogramm des Landes bezieht sich auf sechs Handlungsfelder, die Kommunen mussten mit der Antragsstellung aber noch keine konkreten Projekte vorweisen. Dazu haben die Städte und Gemeinden bis zum 30. Juni 2022 Zeit.
Es geht um Konzepte und Strategien für die Innenstadt, Maßnahmen gegen Leerstand, um Handel und Dienstleistung, der Bereich Kultur, Freizeit und Tourismus, das Handlungsfeld Natur und Klimaschutz sowie die Sparte Verkehr und Logistik.

Viele Ideen in Gemeinden

Harpstedts Samtgemeindebürgermeister Herwig Wöbse wollte sich mit seinen Ideen noch nicht aus dem Fenster lehnen. „Wir sind froh über die Förderung, werden die möglichen Projekte seitens der Verwaltung aber zunächst intern mit den politischen Gremien erörtern.“ Ansatzpunkte für Harpstedt gebe es in den Bereichen Kultur, Freizeit und Tourismus sowie bei Maßnahmen gegen Leerstände im Ortskern.  
„Für die Verwendung der Fördermittel gibt es auch in Wardenburg erste Ideen und Ansätze“, heißt aus dem dortigen Rathaus. Dazu zählen beispielsweise die Verbesserung der Wahrnehmung des Ortskerns durch digitale Darstellung sowie der Auf- und Ausbau einer digitalen Plattform, um die Leistungsvielfalt und -fähigkeit der Region darzustellen.
Laut Hattens Bürgermeister Christian Pundt soll das Geld in folgenden Bereichen investiert werden: Mobilität: Kauf eines Kleinbusses zur Verbesserung des ÖPNV zwischen Kirchhatten und Sandkrug; Klimaschutz: Ausbau der Photovoltaik und Blühstreifen in den Dörfern; außerdem: regionale Vermarktung stärken und Leerstand bekämpfen.
Auch in Hude hier gibt es „jede Menge Ideen“, so Bürgermeister Holger Lebedinzew. Die Gemeinde werde sich aber zunächst mit dem Gewerbe- und Verkehrsverein abstimmen.


 

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