Förster Marcus Hoffmann erklärt Pläne für Hatter Wald

Artikel vom 14.11.2021

Informieren über die Pläne in den Schierenbuchen: Förster Marcus Hoffmann beantwortet die Fragen von interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Bild: Landesforsten

Wieso nisten immer weniger Reiher im namensgleichen Reiherholz? Revierleiter Marcus Hoffmann klärte bei einem Spaziergang in Kirchhatten interessierte Bewohnerinnen und Bewohner auf

Was planen die Landesforsten in den nächsten Jahren in den Schierenbuchen? Wie kann der Wald für die Umweltbildung weiter genutzt werden? Warum wurde das alte Teehaus abgerissen? Warum brüten immer weniger Reiher im Hatter Holz? Auf Einladung des Heimat- und Bürgervereins Kirchhatten kamen jüngst Hatter Bürgerinnen und Bürger zu einem Waldspaziergang in dem Forst „Schierenbuchen“ bei Kirchhatten ?zusammen. Erkundet wurden auch das alte Teehausgelände, das Naturschutzgebiet „Hatter Holz“ mit seinem Reiherbrutgebiet und das Naturdenkmal „Dwokuhle“ außerhalb des Waldes. Fachlich begleitet wurden die Teilnehmenden von Revierleiter Marcus Hoffmann (Försterei Oldenburg der Niedersächsischen Landesforsten).

„Wir möchten uns über unseren Wald informieren“, eröffnete Norbert Klüh, Vorstandsmitglied des Vereins, die Wanderung. Marcus Hoffmann ließ keine Frage unbeantwortet. „Wie es der Name schon sagt, haben wir uns dazu entschieden, die nächste Waldgeneration aus Buchen zu übernehmen.“ Auch der Bergahorn verjünge sich gut und reichhaltig. „An dieser Stelle weiter auf die Eiche zu setzen, wäre ein Kampf gegen die Natur“, erläutert der Förster.

Teehaus war marode

In einem Abschnitt soll der Wald zukünftig sich selbst überlassen bleiben, um den Vergleich mit forstlich bewirtschafteten Flächen ziehen zu können. Und das Teehaus? „Es war marode und musste aus Verkehrssicherungsgründen abgerissen werden“, sagte Hoffmann. Wie dieser Ort in Zukunft gestaltet werden könne, wollen die Beteiligten im gemeinsamen Gespräch herausfinden.

Spannend war für die Naturinteressierten, weshalb immer weniger Reiher im Naturschutzgebiet brüten. Marcus Hoffmann erklärte: „Die Kiefern, in denen die Horste der Paare Zuhause waren, sterben unter dem Wuchsdruck der Buchen ab. Anscheinend werden die Laubbäume bisher nicht so zahlreich als Nistmöglichkeit angenommen.“

Habitat für Reiher

Die nahe, außerhalb des Waldes liegende „Dwokuhle“ stelle jedoch unter anderem ein wertvolles Nahrungshabitat für die Reiher dar. „Der Name lässt vermuten, dass hier in der Vergangenheit Lehm abgebaut wurde. Heute ist die Senke im Grünland ein artenreiches Feuchtgebiet“, beschrieb Norbert Klüh das Biotop. Für die regelmäßige Pflege werden immer gern helfende Hände gesucht. Kontakt: norbert.klueh@gmx.de.


 

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