Freizeitanlage wird neu gestaltet

Artikel vom 14.11.2022

Christoph Koopmeiners

Ein tristes und monotones Bild bietet derzeit die Jugendfreizeitanlage in Ahlhorn. Sie wird neu gestaltet. Bild: Christoph Koopmeiners

Die Freizeitanlage in Ahlhorn soll nach der Umgestaltung ein attraktiver Anlaufpunkt nicht nur für Jugendliche werden. Durch eine Beleuchtung soll sie auch abends genutzt werden können.

Wer sich unter jungen Leuten in Ahlhorn umhört, erhält eine klare Antwort: Die Jugendfreizeitanlage ? ist unattraktiv. So wird das auch im Großenkneter Rathaus gesehen. Wer sich das Gelände anschaut, sieht eine asphaltierte Fläche. Darauf stehen zwei Fußballtore und zwei Basketballkörbe. Daneben befindet sich eine Sandfläche, auf der Beachvolleyball gespielt werden könnte.

Das soll sich ändern: Künftig soll die Jugendfreizeitanlage zu einem zentralen Anlaufpunkt werden und das Angebot des benachbarten Jugendzentrums ergänzen. Auch die Graf-von-Zeppelin-Schule und das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium sollen die Anlage nutzen.

Förderung erhalten

Der Infrastrukturausschuss der Gemeinde hat dem Entwurf des beauftragten Planungsbüros einstimmig zugestimmt. Dafür sind 620.000 Euro eingeplant. Die Gemeinde erhält aus dem Städtebauförderprogramm einen Zuschuss von zwei Drittel der förderfähigen Kosten.

Ein zentraler Bestandteil der Freizeitanlage wird ein Soccer-Platz. Den hatten sich die Jugendlichen in einer Umfrage der Gemeinde gewünscht. Das dürfte auch die Anwohner des Neubaugebiets „Zum Findling“ freuen; denn jetzt spielen die Jugendlichen nachmittags auf dem angrenzenden Kunstrasenplatz Fußball. Über die Lärmbelästigung und die Bälle, die in die Gärten fliegen, sind die Anwohner nicht erfreut. Bürgermeister Thorsten Schmidtke erwartet, dass die Jugendlichen demnächst vermehrt den Soccer-Platz zum Kicken nutzen. Der Zaun mit einer Höhe von einem Meter erscheint den Ratsmitgliedern aber zu niedrig. Sie plädierten für einen deutlich höheren Zaun, damit die Fußbälle nicht in der Gegend herumfliegen.

Die künftige Freizeitanlage soll auch den Aufenthaltscharakter stärken. Deshalb sind verschiedene terrassenartige Sitzgelegenheiten mit und ohne Sonnenschutz geplant. Büsche sollen die Freizeitanlage optisch vom Kunstrasenplatz trennen. An der Seite zum Jugendzentrum gibt es bereits Büsche und Bäume. Auf der jetzigen Asphaltfläche sollen Bewegungs-, Fitness- und Klettergeräte zu körperlicher Betätigung herausfordern. Dazu gehört ein Balancier- und Kletterparcours, den sich die Jugendlichen ebenfalls gewünscht hatten.

Toiletten in der Nähe

Wenn die neue Freizeitanlage gebaut wird, muss der Eingang zum Kunstrasenplatz verlegt werden. Möglichkeiten für einen Toilettengang bestehen im Jugendzentrum und im gerade sanierten Funktionsgebäude nebenan, das auch Umkleideräume für die Fußballer bietet. Aufgegriffen wurde vom Ausschuss der Vorschlag einer Beleuchtung. Dann kann die Anlage auch im Herbst und Winter, wenn es früh dunkel wird, genutzt werden.

Samuel Stoll (CDU) lobte den Entwurf des Planers, in den die Wünsche der Jugendlichen eingearbeitet worden seien. „Die neue Anlage wird gut angenommen werden.“ Auch Sven Wilke (FDP) und Carsten Beelage (SPD) bezeichneten den Entwurf als gelungen. Friedjof Ohms (Gruppe Grüne-KA-Lahrmann) fand insbesondere den Ansatz eines Mehrgenerationenplatzes gut. Nach Darstellung der Verwaltung sollen auch Erwachsene die öffentliche Freizeitanlage nutzen können.


 

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