Großes Weihnachtsgeschäft bleibt aus

Artikel vom 06.01.2022

Stephanie Meyer

Hatten auf ein erfolgreicheres Weihnachtsgeschäft gehofft (von links): Anke Hinderlich (Platzhirsch), Annika Wardenburg (Jeans Scheune) und Wilm Denker (Schuhhaus Denker). Bild: Stephanie Meyer

 

Das Weihnachtsgeschäft der Einzelhändler in Ganderkesee lief wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr nicht wie gewohnt. Dennoch war es besser als noch vor einem Jahr.

„Das ist kein normaler Zustand“, beschreibt Annika Wardenburg von der „Jeans Scheune“ an der Rathausstraße die Situation in Corona-Zeiten. Wie auch bei anderen Einzelhändlern im Ganderkeseer Ortskern, so blieb in diesem Jahr das große Weihnachtsgeschäft aus – trotzdem lief es besser als im vergangenen Pandemie-Jahr.

Besser als 2020

Der erhoffte Kundenansturm vor den Feiertagen fehlte auch im zweiten Corona-Jahr in den Einzelhandelsgeschäften. Dennoch sind Inhaber froh, dass sie ihre Geschäfte überhaupt öffnen konnten – im letzten Jahr wurde das Weihnachtsgeschäft durch den Lockdown verkürzt. Für Anke Hinderlich, Inhaberin des Möbel- und Accessoires-Geschäfts „Platzhirsch“, lief das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr somit besser als im vorigen: „Durch die Schließung im letzten Jahr Mitte Dezember fehlte uns die Laufkundschaft.“

Vergleichbar mit dem Weihnachtsgeschäft 2019 war dieses Jahr aber nicht – dem stimmt auch Wilm Denker vom Schuhhaus Denker zu. „Wir hoffen alle, dass uns Corona nicht mehr allzu lange im Griff hat“, sagt er und spricht auch für seine Kollegen aus dem Einzelhandel.

Als „durchschnittlich“ beschreibt Gustav Förster das diesjährige Weihnachtsgeschäft in der Buchhandlung Förster: „Dieses Jahr war schon vergleichbar mit Weihnachten 2019, als es noch kein Corona gab. Aber trotzdem hätte es besser laufen können“, sagt er. Er ist froh, dass er seinen Buchladen nicht wie im vergangenen Jahr zu Weihnachten schließen musste. Dennoch hätte er sich gewünscht, mit dem diesjährigen Weihnachtsgeschäft den fehlenden Umsatz der letzten Monate auszugleichen – dafür habe es aber viel zu wenig Laufkundschaft gegeben, was er unter anderem mit den Corona-Regelungen begründet.

Auch in der „Jeans Scheune“ von Annika Wardenburg war es vor den Feiertagen relativ ruhig. Die „Weihnachtsruhe“ nach den Feiertagen sei aber unabhängig von der Pandemie normal: „In diesen Tagen kaufen die Leute einfach weniger ein“, sagt sie.

Bisher wenig Umtausche

Abgesehen von den Corona-Beschränkungen sei das Geschäft um die Feiertage relativ normal verlaufen. „Umtauschen von Weihnachtsgeschenken hat es bei uns noch nicht oft gegeben, das wird sich in den kommenden vierzehn Tagen zeigen“, sagt Annika Wardenburg. „Und wir versuchen zudem, Rückgaben zu verhindern, indem wir unseren Kunden vorab das passende Kleidungsstück verkaufen wollen.“ Auch Gustav Förster setzt auf diese Methode: „Wir beraten unsere Kunden individuell.“ Dadurch habe es bisher wenig Umtauschen gegeben. „Das kommt aber jedes Jahr vor, ganz verhindern lässt sich das nicht.“


 

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