Huder spenden schon mehr als 100 Fahrräder für den guten Zweck

Artikel vom 05.08.2022

Klaus Derke

„Danke Hude!“ sagt Sharam Sakhravi von der Fahrradselbsthilfewerkstatt des Kulturhofs. Er zeigt hier nur einen Teil der vielen gespendeten Räder. Bild: Klaus Derke

Der Kulturhof Hude hat um die Spende von gebrauchten Fahrrädern gebeten, um sie über die eigene Fahrradwerkstatt an geflüchtete Menschen weiterzugeben. Die Resonanz ist enorm.

Es ist Montagnachmittag. Hochbetrieb herrscht in der Fahrrad-Selbsthilfewerkstatt des Huder Kulturhofs. Das ehrenamtliche Team, das an diesem Nachmittag aus Jürgen Wachtendorf, Sharam Sakhravi und dem frisch dazugekommenen ukrainischen Helfer Iwan Howorow besteht, hat reichlich zu tun. „Wir sind heute schon eine Stunde früher angefangen“, sagt Jürgen Wachtendorf, während er einen der gespendeten Drahtesel für seine neue Besitzerin auf Vordermann bringt. Draußen warten schon etliche weitere Interessenten. Es sind geflüchtete Menschen, die in der Gemeinde Hude untergekommen sind. Sie freuen sich, dass sie mit den gespendeten Fahrrädern etwas mobiler werden. Schnell hat sich herumgesprochen, dass die Werkstatt des Kulturhofes gespendete Räder weitergibt.

Große Nachfrage

Der großen Nachfrage gerecht zu werden, ist nur möglich, durch die große Spendenbereitschaft. Der Aufruf des Kulturhofs in den Medien an die Bürgerinnen und Bürger, gebrauchte Fahrräder für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen, stieß auf eine riesige Resonanz. Weit mehr als 100 Räder sind abgegeben worden und auch einige Rollatoren. Auch aus dem Fundbüro der Gemeinde sind weitere Räder zur Verfügung gestellt worden.

Dank an die Spender

„Danke Hude!“ sagt Sharam Sakhravi, der das Team der Werkstatt schon seit mehreren Jahren unterstützt, als er uns die in einem Innenhof stehenden Räder zeigt. Die Räder sind zum größten Teil noch brauchbar und nach einer kleinen Reparatur wieder einsatzbereit. Andere Drahtesel werden als Ersatzteillieferanten genutzt, erklärt Jürgen Wachtendorf. Oft sind es die Beleuchtungstechnik und die Sättel, die repariert oder ersetzt werden müssen. Gerade in diesem Bereich sind Ersatzteilspenden gerne willkommen. Denn finanzielle Mittel für den Kauf der benötigten Teile stehen dem ehrenamtlichen Team nicht zur Verfügung. „Wir haben jetzt bestimmt bis Weihnachten gut zu tun“, sagt Jürgen Wachtendorf mit Blick auf die große Zahl der bislang gespendeten Räder.

Die Fahrradwerkstatt hinter dem Kulturhof an der Parkstraße 106, Pkw-Zufahrt Parkplatz An der Weide, hat auch in den Ferien immer montags von 15 bis 17 Uhr sowie freitags von 14 bis 16 Uhr geöffnet.


 

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