Krankenhaus Johanneum in Wildeshausen verhängt Besuchsstopp

Artikel vom 16.11.2021

Besuchsstopp verhängt: Das Krankenhaus Johanneum in Wildeshausen reagiert auf die steigenden Corona-Zahlen. Bild: Archiv

Das Krankenhaus in Wildeshausen reagiert auf die steigende Zahl an Corona-Patienten. Bis auf Weiteres dürfen Besucher das Johanneum nicht mehr betreten

Aufgrund des hohen Aufkommens an Corona-Patienten gilt im Krankenhaus Johanneum in Wildeshausen bis auf Weiteres ein allgemeiner Besuchsstopp. Damit reagieren die Klinik und das Gesundheitsamt des Landkreises Oldenburg auf die regionale Corona-Entwicklung. Ausnahmen vom Besuchstopp stellen in der Geburtshilfe werdende Väter beziehungsweise eine Begleitperson sowie Angehörige von Palliativpatienten dar.

Isolierstation aktiviert

„Die Corona-Zahlen haben sich aktuell auch in Wildeshausen erhöht, sodass wir unsere Corona-Isolierstation wieder reaktivieren mussten“, erklärt der Verwaltungsdirektor des Krankenhauses, Hubert Bartelt. „Damit verbunden ist ein Besuchsstopp für Patienten.“ Diese Einschränkung gelte zunächst bis auf Weiteres, sie ist abhängig von der Entwicklung der Corona-Lage in der Region.

„Sobald sich die Lage merklich entspannt, planen wir in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt eine Besuchsregelung entsprechend 2G, für Geimpfte und Genesene“, stellt der Ärztliche Direktor Dr. Alexander Terzic in Aussicht. Der Mediziner appelliert: „Eine Impfung gegen Covid-19 ist besonders wichtig. Eine Impfung vermindert das Risiko auf einen schweren Krankheitsverlauf. Leider müssen wir feststellen, dass ungeimpfte Patienten zu uns kommen.“ Um intensivmedizinische Kapazitäten zu schaffen, hätten in den vergangenen Tagen beatmungspflichtige Intensiv-Patienten verlegt werden müssen. „Alle Corona-Maßnahmen im Krankenhaus dienen dem bestmöglichen Schutz der Patienten sowie unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, erläutern Bartelt und Terzic.

Die Corona-Zahlen

Im Landkreis Oldenburg wurden nach Angaben der Kreisverwaltung am Donnerstag 35 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert. Die Gesamtzahl im Landkreis beträgt damit 6181 bestätigte Fälle, hervorgerufen durch das Virus Sars-CoV-2. Von der Gesamtzahl gelten 5801 ( 20) Personen als genesen. 119 Personen sind verstorben. Somit gibt es 261 ( 15) mit dem Coronavirus infizierte Personen. In Quarantäne befinden sich 431 Bürger ( 52). Bestimmbare Cluster gibt es derzeit in der Lebensmittelindustrie (56 Fälle) und Infektionen die mit Schulen/Kitas in Verbindung stehen (49 Fälle). Die übrigen Infektionen sind diffus verteilt.

7-Tage-Inzidenz bei 110,3

Die kumulative Sieben-Tage-Inzidenz liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts bei 110,3 auf 100000 Einwohner (Vortag: 102,7). Der Indikator Hospitalisierung beträgt 4,0 (Vortag: 4,1), der Indikator Intensivbetten: 5,9 Prozent, (Vortag: 5,7).

Bei den acht Kommunen im Landkreis Oldenburg verzeichnet Dötlingen mit 382,59 (Vortag: 334,77) die höchste Inzidenz. Die anderen Kommunen: Ganderkesee 76,53, Großenkneten 237,10, Harpstedt 102,82, Hatten 77,72, Hude 37,24, Wardenburg 43,38 und Wildeshausen 154,01.


 

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