Mit  Bestem Gutes tun

Spielt beeindruckend: Die erst elfjährige Helena Zengel hat beim diesjährigen Deutschen Filmpreis den Preis für die beste weibliche Hauptrolle erhalten. Foto: kineo Film/Weydemann Bros./Yunus Roy Imer

Landkreis/ma – Der Spielfilm „Systemsprenger“ ist der große Gewinner des diesjährigen Deutschen Filmpreises: Der Film von Regisseurin Nora Fingscheidt hat nicht allein die Goldene Lola als bester Spielfilm gewonnen, er wurde insgesamt mit acht Lolas ausgezeichnet. Unter anderem erhielt die elfjährige Helena Zengel eine Lola für die beste weibliche Hauptrolle und Albrecht Schuch erhielt die Auszeichnung als bester Hauptdarsteller. Der Film erzählt von einem Mädchen, das zu Gewaltausbrüchen neigt und immer wieder durch das Jugendhilfesystem fällt.

Da die Kinos corona-bedingt nach wie vor geschlossen bleiben müssen, beteiligt sich das LiLi-Servicekino, das einzige Kino im Landkreis Oldenburg, an diesem Sonntag, 10. Mai, am virtuellen „Systemsprenger“-Kinotag. Da kommen nicht allein die Kinofreunde auf ihre Kosten, auch können sie damit ihr örtlichen Kino unterstützen.

Eigentlich sollte es einen großen Kinotag der Deutschen Filmakademie für die diesjährigen Lola-Preisträgerfilme geben – aber die Kinos sind nach wie vor geschlossen, viele bangen um ihre Existenz. Deshalb haben sich Jan Krüger und Jörg Trentmann vom Filmverleih „Port au Prince Pictures“ mit Mitstreitern zu einem außergewöhnlichen Schritt entschieden: Sie haben den virtuellen „Systemsprenger“-Kinotag initiiert.
An diesem Aktionstag gibt es die Möglichkeit, den Film zu streamen und von 16 bis 20 Uhr an spannenden Live-Filmgesprächen mit den PreisträgerInnen des Deutschen Filmpreises teilzuhaben. So stehen unter anderem die Regisseurin Nora Fingscheidt, die DarstellerInnen Albrecht Schuch, Helena Zengel und Gabriela Maria Schmeide sowie Beteilgte aus Produktion, Schnitt und Ton für Gespräche betreit. Die Veranstaltung wird unter anderem von Christian Schwochow, Andreas Dresen, Anne Fabini und Knut Elstermann hochkarätig moderiert.

Und so funktioniert‘s: Auf der ‚Virtual Theatre‘-Plattform cvod.de werden virtuelle Kinosäle erstellt, mit denen die Zuschauer zu Hause „ins Kino“ gehen können. Sie wählen auf der Startseite www.cvod.de u?ber die Eingabe der Postleitzahl ihr Lieblingskino in der Nähe aus oder der Kinobetreiber verweist über den Direktlink (cvod.de/Kino) auf seine Landingpage, so dass der Zuschauer sich über sein lokales Kino direkt einwählen kann. Der Abruf kostet einmalig 9,99 Euro. Dafu?r können die Zuschauer am Aktionstag an diesem Sonntag (10. Mai) den Film „Systemsprenger“ 24 Stunden lang streamen sowie über den Zugangslink zum Live-Stream an den Live-Filmgesprächen mit allen Beteiligten teilnehmen.

Die für die Zeit der Kinoschließung etablierte Plattform cvod.de beteiligt die zur Zeit geschlossenen Kinos direkt an den Erlösen. Ein Drittel der Einnahmen gehen direkt an das ausgewählte Kino. Am „Systemsprenger“-Kinotag beteiluigen sich bundesweit über 100 Kinos.


 

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