Mit dem „Trommelzauber“ nach „Tamborena“

Artikel vom 16.11.2022

Lena Hruschka

Die Generalprobe lief schon mal gut: am Freitagvormittag für die Schulaufführung mit „Trommelzauber“ in der Grundschule Hude-Süd. Bild: Lena Hruschka

Strahlende Kinderaugen und afrikanische Rhythmen gab es am Freitagvormittag in der Grundschule Hude-Süd bei der Aufführung des Projekts „Trommelzauber“. Dabei ging es auf eine Reise nach „Tamborena“.

„Durch den ‚Trommelzauber’ sind viele Kinder, die sonst sehr zurückhaltend und ruhig sind, aus sich herausgekommen“, meint Marlies Schröder, Kassenwartin des Fördervereins der Grundschule Hude-Süd. Mit dieser Meinung steht sie nicht alleine da: Eine Woche lang durften die Schülerinnen und Schüler der Grundschule durch das Projekt „Trommelzauber“, bei dem die Kinder eine Trommel-Aufführung vorbereiteten, spielerisch in die Welt von „Tamborena“ eintauchen.

„Das Projekt wurde als Corona-Kompensationsmaßnahme durchgeführt. Das Land Niedersachsen stellte die Sondermittel, um Kinder im emotional-sozialen Bereich nach Corona zu stärken“, erklärt Schulleiterin Birte Kempers.

Gemeinschaft erleben

In der Corona-Zeit hätten die Schülerinnen und Schüler wenig Gemeinschaft erlebt. Während des „Trommelzaubers“ jedoch hätten sie gemerkt, dass sie zwar in ihrer Jahrgangs-Gemeinschaft vorbereiten, das Ganze am Ende aber zu einem großen Projekt der gesamten Schule zusammengeführt wird.

„Morgens gab es mit allen Kindern ein kurzes Aufwärm-Trommeln. Danach gab es einen jahrgangsweisen ‚Trommelzauber’“, erläutert Kempers den Ablauf. Während des Projekts wurde jedem Jahrgang ein Tier zugeordnet. Am Freitagvormittag, bei der Generalprobe, haben die Schülerinnen und Schüler, verkleidet als Elefanten, Giraffen, Gazellen und Affen, zum ersten Mal gesehen, was die anderen Jahrgänge vorbereitet hatten.

Zur Generalprobe erschienen neben den circa 250 Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften auch mehr als 100 Eltern, Großeltern und Freunde der Kinder.

Förderverein will Projekt regelmäßig

Begrüßt wurden die Gäste mit einem afrikanischen Gruß. Danach ging es in ein imaginäres Flugzeug auf eine Reise nach „Tamborena“. Den Piloten gab Otto Klösel, Mitglied im Team des „Trommelzaubers“, das Kindern in ganz Deutschland das Trommeln beibringt: „Durch die Trommeln kann man mit den Kindern sehr schnell und friedlich kommunizieren“, meint Klösel, „egal welche Hautfarbe oder welche Religion sie haben.“

Nach der gelungenen Hauptaufführung am Freitagnachmittag schenkte Klösel der Grundschule ein Exemplar seines Buches „Trommeln macht schlau“. Der Förderverein möchte dieses Projekt nun alle vier Jahre realisieren.


 

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