Neue Anschaffungen für Kreisfeuerwehr

Ein neues Domizil, eine Aufklärungsdrohne und ein Gerätewagen Gefahrgut: Landrat Carsten Harings (2.v.li.) übergibt Heiner Jacobs (von links), Andreas Tangemann und Werner Mietzon die symbolischen Schlüssel. Foto: Nils Hannes Klotz

Harpstedt – Die Jugendfeuerwehr im Kreis Oldenburg kann sich ab sofort in ihrem neuen Domizil, Am kleinen Wege 8, in Harpstedt treffen. Landrat Carsten Harings hat das Gebäude am Dienstagabend offiziell an Kreisjugendfeuerwehrwart Werner Mietzon übergeben. Die Jugendfeuerwehr habe großen Lagerbedarf, sagte der scheidende Landrat. „Wenn wir einen kleinen Teil dazu beitragen konnten, dass sie besser arbeiten können, dann freuen wir uns.“

Die Ausschusssitzungen und Jugendforen der Kreisjugendfeuerwehr hatten früher zerstreut im Landkreis stattgefunden. Mit dem neuen Gebäude ist das nun nicht mehr nötig: Es bietet einen Veranstaltungsraum, ein Büro, zwei Lagerräume sowie Küche, Garage und Toiletten.
Laut Mietzon gibt es aktuell 379 Mitglieder in den 17 Jugendfeuerwehren und 89 in den vier Kinderfeuerwehren im Kreis Oldenburg.

Hightech-Drohne

Bei ihrer Feuertaufe wurde die neue Aufklärungsdrohne der Kreisfeuerwehr direkt zur Amtshilfe herangezogen: Die Polizei hatte sie im August für eine Personensuche in Hatten angefordert. Am Dienstagabend nun hat Carsten Harings die 24.000 Euro teure Investition offiziell an die Feuerwehr übergeben.

Ausgestattet ist die Drohne mit einer optischen sowie einer Wärmebild-Kamera. „Sie kann überall eingesetzt werden, wo von oben ein Lagebild gewünscht ist“, erklärte Ben Mahlstedt, Gruppenführer Information und Kommunikation. Unterstützen könne sie etwa beim Erkennen von Wärmequellen, der Lageaufklärung oder der Suche nach Personen.

Laut Herstellerangaben erreicht die „Matrice 210“ eine Geschwindigkeit von rund 60 Kilometern pro Stunde. Gesteuert wird das Hightech-Gerät aus einem umgebauten VW Bus. Dieser verfügt unter anderem über Bildschirme und Datenübertragungsmöglichkeiten.

Mit der neuen Drohne ergibt sich laut Niedersächsischem Brandschutzgesetz auch ein neues Aufgabenprofil für den Fernmeldezug der Feuerwehr. Dieser wurde daher umbenannt in IuK (Information und Kommunikation).

Gefahrgut-Wagen

Doch die Drohne ist nicht die einzige Neuanschaffung, über die sich die Feuerwehr freuen konnte. Bereits seit Februar wird der Fuhrpark durch den neuen Gerätewagen Gefahrgut verstärkt. Er ist in Ganderkesee stationiert und ersetzt den alten Wagen aus dem Jahr 1992. Eingesetzt werden kann er bei atomaren, biologischen oder chemischen Unfällen. „Etwa zehn- bis 15-mal im Jahr fährt das Fahrzeug zu einem Einsatz“, sagte Heiner Jacobs, Zugführer Gefahrgutzug. Hinzu kämen die monatlichen Übungen.

Insgesamt hat das Fahrzeug mehr als eine halbe Million Euro gekostet. An Bord ist auch die technische Ausrüstung, um die Konzentration von Schadstoffen in Brandgasen zu messen.

Ein weiterer Einsatzzweck für den neuen Wagen sei, das Löschwasser nach Bränden – vor allem im industriellen Bereich – wieder aufzufangen, um zu verhindern, dass Giftstoffe in die Umwelt gelangen.


 

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