Nina Brüning arbeitet mit Holz

Artikel vom 03.01.2022

Peter Kratzmann

Will mit ihrem Kunsthandwerk in die Selbstständigkeit: Nina Brüning aus Ahlhorn. Beim Wettbewerb der Gemeinde Großenkneten für Hobbykünstler belegte sie den 1. Platz. Bild: privat

Nina Brüning aus Ahlhorn arbeitet gern mit Holz. Aus ihrem Hobby für das Kunsthandwerk würde sie gern ein Stück weit einen Beruf machen.

Den 1. Preis in einem Gemeindewettbewerb zu gewinnen, das ist schon eine tolle Auszeichnung. Das findet auch Nina Brüning aus Ahlhorn. Ausgelobt hatte die Gemeinde Großenkneten den Kunsthandwerker-Wettbewerb 2021. Vorgabe war, wetterfeste und größere Deko-Objekte für den Garten zu entwerfen. Die besten drei Objekte wurden mit Gutschein und Urkunde von einer Jury ausgewählt und von der Gemeinde prämiert. Wegen der Corona-Pandemie geschah das jetzt erst im Dezember. Für das eingereichte Blumenmotiv im großformatigen Rahmen erhielt die Ahlhornerin den 1.Preis. Der Blickfänger ist ausschließlich aus Holz angefertigt. „Das ist schon ein schöner Erfolg“, meint die 38-Jährige, die in ihrer Freizeit gern als Kunsthandwerkerin aktiv ist.

Holz macht Spaß

„Mit Holz zu arbeiten, daran habe ich schon immer Spaß gehabt.“ Mittlerweile hat sich Nina Brüning ihre eigene Werkstatt in einer Garage eingerichtet. Das kam nicht von ungefähr. „Was ich im Laufe der Jahre hergestellt habe, hat für ein großes Feedback gesorgt. Die Nachfrage ist mittlerweile tatsächlich groß. Deshalb überlege ich, das Hobby nun auch ein Stück weit zum Beruf werden zu lassen.“

Wer die Kunsthandwerkerin besucht, kann so manche Arbeit von ihr entdecken. So gestaltete sie den Fußboden einer Gartentoilette neu in Holz. Der Boden wurde mit Dutzenden von kleinen Holzscheiben belegt, die dann mit Kunstharz überzogen und so unempfindlich gegen Feuchtigkeit wurden. „Ich habe immer irgendwelche Projekte in Arbeit. Weil die meist größer sind, dauert es eine Zeit. Manchmal arbeite ich auch im Wechsel an mehreren Objekten.“ So entsteht zurzeit ein Tisch aus einer Eichenwurzel. Darauf soll eine Glasplatte liegen und entsprechende effektvolle Beleuchtung für Aufmerksamkeit und gediegene Beleuchtung sorgen.

Große Dekostücke

Schon immer hat Nina Brüning ein Faibel für die groß angelegten Dekostücke gehabt. Gerne nutzt sie Stücke aus der Natur. Das kann der alte Rickelpfahl einer Weideeinzäunung sein oder auch ein anderes Fundstück. Daraus fertig sie oft auch für den Garten Dekoobjekte an, wetterfest, wie bei dem Blumen-Deko-Holzbild, mit dem sie den 1. Preis im Kunsthandwerker-Wettbewerb gewann. Bisweilen ist sie auch gemeinsam mit ihrer Schwester, einer Floristin, in kleinen Ausstellungen anzutreffen. „Da holt man sich neue Ideen und Anregungen.“ Wie zum Beispiel auch für das Gewinner-Objekt im Gemeindewettbewerb.

Wenn es die beiden eigenen zwei Kinder zeitlich zulassen und auch das eigene Pferd versorgt ist, dann geht es ab in die eigene Werkstatt. Wenn gehobelt, geschliffen und gewerkelt wird, dann ist dies der beste Ausgleich im Alltagsstress. Da kann Nina Brüning abtauchen und die eigenen Ideen in die Tat umsetzen, um etwas Neues entstehen zu lassen. „Was gibt es Schöneres?“, fragt Nina Brüning.


 

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