So wird der Platt-Hunger gestillt

Artikel vom 26.09.2021

Freuen sich auf die 7. Grode Plattdüütsche Week: Die beiden Organisatorinnen Meike Saalfeld von der Gemeindeverwaltung und Plattdeutschbeauftragte Meike Ahlers (rechts). BILD: GRUHN

GANDERKESEE – „Wi hebbt Smacht op Plattdüütsch“, meint Meike Ahlers, Plattdeutschbeauftragte der Gemeinde Ganderkesee, und freut sich, dass es in diesem Jahr endlich wieder möglich ist eine Plattdeutsche Woche zu veranstalten. Appetit auf die Plattdeutsche Sprache sollen die Angebote in der 7. „Groden Plattdüütschen Week“ vom 10. bis 16. Oktober machen.

Eröffnet wird die Plattdüütsche Week am Sonntag, 10. Oktober, um 11 Uhr im Lichthof des Rathauses Ganderkesee. Unter der Überschrift „Plattdeutsch. Poetisch. Pop.“ gestaltet Sabine Hermann den Vormittag musikalisch. Die Huder Künstlerin versteht ihre Musik als Hommage an die Sprache ihrer ostfriesischen Vorfahren. Sie präsentiert eigene Songs von ihrem soeben erschienenen neuen Album „Sangen“ am Klavier. Spannung verspricht die Verleihung des PlattGanter 2021. Nach der Auszeichnung von Yared Dibaba, den KoppelKinnern der Speelkoppel Hoyerswege und der Autorin Helga Maria Christoffer wird Bürgermeisterin Alice Gerken den Preis zum vierten Mal verleihen.

Zur „Utfahrt: Stenen in de Gemeen Gannerseer. Vun Hünengräver to ne’e Hüser“, mit dem ehemaligen Ganderkeseer Bürgermeister Gerold Sprung geht es am Donnerstag, 14. Oktober (Start 14 Uhr, Festplatz Raiffeisenstraße). Stets ausgebucht waren in den vergangenen Jahren die Busrundfahrten durch die Gemeinde. Aus seiner aktiven Zeit als weiß Sprung allerhand Wissenswertes, Kurioses und Spannendes zu berichten.
Er stellt „Steine“ in den Mittelpunkt seiner Fahrt. Sie sind in den Hünengräbern, in Steinwällen, als Grenzsteine aber auch als Produkte der Tonziegel- oder Kalksandsteinherstellung in der gesamten Gemeinde zu finden, nicht zuletzt in den Häusern der Neubaugebiete. Ein Zwischenstopp mit Kaffee oder Tee und einem Stück Torte wird in der Stauden-Oase des Ehepaares Tönjes in Bergedorf eingelegt.

Den Abschluss bildet der „Vergnögten Abend“ am Samstag, 16. Oktober, um 19.30 Uhr in der Mensa im Schulzentrum Ganderkesee. Arien op Platt, Rezitation und Lesung, Friesenfolk und das größte Piano der Welt – der „Vergnögte Abend“ bietet eine bunte Mischung sehr unterschiedlicher Künstler und ihrer Vorträge. Als „Tausendsassa aus Hamburg“ betitelte eine Zeitung Dr. Henning Kothe. Er studierte Medizin und Musik und ist heute als Lungenfacharzt sowie als Tenor, Kabarettist und Akrobat tätig. Er liebt die plattdeutsche Sprache ebenso wie die klassische Musik und verbindet beides auf äußerst unterhaltsame Weise.

Schauspielerin Sabine Kaack war bereits 2018 bei der Eröffnung der Plattdüütschen Week zu Gast und begeisterte mit ihrer Lesung. Beim „Vergnögten Abend“ wird sie Perlen niederdeutscher Sprache präsentieren. Sabine Kaack wurde einem breiten Publikum in ihrer Rolle in der ZDF-Serie „Diese Drombuschs“ bekannt. Sie ist „Botschafterin für das niederdeutsche Theaterspiel als nationales immaterielles Kulturerbe der UNESCO“, setzt sich für die Plattdeutsche Sprache ein und geht regelmäßig auf Lesereise.

Im norddeutschen Raum ist die Gruppe „Laway“ für handgemachte Musik in ganz unterschiedlichen Stilrichtungen bekannt. Je nach Veranstaltung tritt die Gruppe in unterschiedlichen Besetzungen auf. In Ganderkesee gastiert das „Laway-Trio“ in der Besetzung mit Gerd Brandt, Jörg Fröse und Albertus Ackermann. Wind und Wolken, friesische Freiheit und die Weite des Meeres sind in bekannten Liedern und eigenen Kompositionen zu finden.

Bei allen drei Veranstaltungen  gilt die 3G-Regel. Karten gibt es im Vorverkauf über die regioVHS. Die Eintrittskarten können telefonisch unter 04222/44-444 (vormittags von 8 bis 12 Uhr),  per E-Mail über anmeldung@regiovhs.de oder als Kursangebot über die Homepage der regioVHS unter www.regiovhs.de gebucht werden.


 

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