Syrisch-orthodoxe Gemeinde plant Kirche im Ort

Artikel vom 17.06.2022

Thorsten Konkel

Das Gemeindezentrum an der Urneburger Straße in Ganderkesee soll einem Kirchen-Neubau weichen. Bild: Antje Rickmeier

Um den ersten Kirchenneubau in Ganderkesee seit 50 Jahren geht es am Donnerstag im Gemeindeentwicklungsausschuss. Auch das integrierte Gemeindeentwicklungskonzept steht auf der Agenda.

Ein von dem an diesem Donnerstagabend tagenden Ausschuss für Gemeindeentwicklung erwarteter Aufstellungsbeschluss für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan Nr. 273 – Ganderkesee „Urneburger Straße, Wolfsheide“ soll den Auftakt zum ersten Kirchenneubau seit 50 Jahren geben. Geplant ist ein syrisch-orthodoxes Gotteshaus. Der letzte neue Sakralbau in der Gemeinde Ganderkesee war 1972 in Stenum eingeweiht worden: das Timotheushaus der ev.-luth. Kirchengemeinde am Trendelbuscher Weg.

Kirche und Saal geplant

Das aktuelle Bauvorhaben der Gemeinde St. Yakub sieht die Erstellung von zwei Gebäuden vor, eines davon die Kirche. Daneben soll ein Haus, das acht Wohneinheiten zwischen 60 und 100 Quadratmetern über einem Saal bietet, entstehen. Das jetzige Gemeindezentrum auf dem Grundstück an der Ecke Urneburger Straße/Wolfsheide soll abgerissen werden.

Die Kirche mit 140 Sitzplätzen diene regulären Gottesdiensten an Sonn- und Feiertagen sowie Feierlichkeiten bei Hochzeiten, Trauerfeiern etc., erläutert das von der Gemeinde St. Yakub beauftragte Oldenburger Architektenbüro Funke & Partner. Für weitere Aktivitäten, etwa Gemeindetreffen, Ausstellungen oder Jugendarbeit, solle der Saal im zweiten Gebäude dienen – überkonfessionell und multikulturell.

Neues Planungskonzept

Aus Verwaltungssicht wichtigster Punkt der Sitzung dürfte das von Gemeindeentwicklungsleiter Tim Kettler und Bürgermeister Ralf Wessel in der vergangenen Woche vorgestellte Vorhaben „Integriertes Gemeindeentwicklungskonzept Ganderkesee“ (IGG) sein. Im öffentlich tagenden Ausschuss, am Donnerstagabend, 16. Juni, ab 18 Uhr im Rathaus, geht es zunächst um den Willen zu dessen Ausarbeitung. Ein Grundsatzbeschluss soll gefasst werden.

Als einen von vielen Vorteilen erhofft sich die Verwaltung durch eine gemeindeweite Betrachtung eine Planung aus einem Guss, die der Politik einen Handlungsrahmen gibt. Viele Einzelverfahren, auch Teilkonzepte lediglich für Ortsteile, hatten die Übersicht zuletzt erschwert. Ein Gesamtkonzept sei auch für das Einholen von Fördermitteln bedeutsam, heißt es aus dem Rathaus.

Neben Zustimmung zu der Idee regt sich jedoch schon vor der Debatte Kritik: Den Grünen ist das auf die Entfaltung der Gemeinde bezogene Konzept nicht umfassend genug. Die Fraktion hat einen mehrseitigen Antrag gestellt und erwartet unter anderem, dass das IGG auch auf nationale und internationale Ansprüchen ausgerichtet wird, etwa in klima- oder wachstumspolitischer Hinsicht.

Lagererweiterung

Wieder ganz konkret wird es beim Tagesordnungspunkt zur Aufstellung des Bebauungsplanes Nr. 274 „Im Lekkerland“: In dem bestehenden Gewerbegebiet im Südwesten des Orts sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Erweiterung eines neuen Lagers für ein in der Nachbarschaft ansässiges Unternehmen geschaffen werden.


 

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