US-amerikanisches Lebensgefühl auf großen Rädern

Artikel vom 15.06.2022

Peter Kratzmann

Motorhome-Begeisterte sind es, die mit ihren Wohnmobilen in Übergröße am Falkensteinsee ein Stück US-amerikanisches Lebensgefühl erlebbar gemacht haben. Bild: Peter Kratzmann

Motorhome-Begeisterte sind es, die mit ihren Wohnmobilen in Übergröße am Falkensteinsee ein Stück US-amerikanisches Lebensgefühl erlebbar gemacht haben. Was die Faszination für die Wagen ausmacht.

"Motorhomes“ aus den USA haben am vergangenen Wochenende den Stellplatz für Wohnmobile auf dem Campingplatz am Falkensteinsee dominiert. Zum dritten Mal in Folge kamen hier Fans der geräumigen Wohn-Vans aus den Staaten von Fahrzeug-Schmieden wie Winnebargo, GmC oder Euro-Liner zusammen.

„Erst waren es rund 30, dann beim zweiten Treffen schon 65 und diesmal fast 100 Fahrzeuge aus der ganzen Republik und sogar auch aus Belgien und der Schweiz, die ihre Besitzer zum Falkensteinsee gebracht haben“, erklärte Markus Behrens aus Bremen, der zusammen mit Michael Kistner das dritte Treffen dieser Art organisierte.

Die Liebe zur Freiheit

„Wir alle sind freiheitsliebende Motorhome-Begeisterte, die sich gerne in Gesellschaft treffen. Was aber nicht das Ziel ist, ist es, ein festes Programm abzuarbeiten“, beschrieb Behrens den Charakter der freien Treffen. Tatsächlich ist das auch gar nicht nötig. Erst einmal haben die Eigentümer in ihren Fahrzeugen so viel Platz, wie manche in der eigenen Wohnung nicht und zweitens kennt sich die Szene.

„Small-Talk“ oder der Spaziergang mit dem Hund, den fast jeder Van-Driver dabei hat, sind schon genug Programm. Außerdem – wer ein Motorhome sein Eigen nennt, ist fast automatisch Genießer. „Wir haben ein professionelles American-Grillteam mit einem Barbecue-Catering auf dem Platz. Man kann es schon riechen“, sagte Markus Behrens.

Auch eine besondere Aktion wurde veranstaltet. Jeder der Lust hatte, an dem Wettbewerb für das schönste und auffallendste „Womo“ teilzunehmen, hängte eine laufende Nummer ins Fenster. „Die Jury sind wir alle“, so Behrens. Jeder Besucher erhielt einen Bogen, um an der Abstimmung teilzunehmen.

Gute Chancen auf einen Preis hatte „Blue Big Betty“, das dunkelblaue Mobil von Guido Selfkant und Solange Meurers-Pitz. Ein Mobil, das auf der gesamten Wagenlänge noch einmal einen Anbau ausfahren kann. Aber den Einheits-Ausbau gebe es ohnehin nicht bei den Motorhomes. „Da fließen immer die Wünsche des Kunden ein. Die Fahrgestelle variieren und damit auch der Ausbau“, so Behrens.

Freiheitsgedanke

Was für die verschworene Gemeinschaft der Motorhome-Eigner zählt, ist der Freiheitsgedanke, den die Fahrzeuge symbolisieren und die Bereitschaft, an den Wagen viel selber zu schrauben und zu pflegen. Da spielt es auch keine Rolle, dass sie etwas mehr Kraftstoff süffeln.

Die meisten Fahrzeuge haben vor vielen Jahren die Herstellerhallen verlassen. Michael Kistner kaufte erst vor einigen Jahren seinen Euro-Liner. Inzwischen hat er ein komplettes Ersatzteillager. „Das braucht man auch, einfach mal Teile beim Händler bestellen, ist meist aussichtslos.“ Deswegen gab es auch einen Teile-Flohmarkt. Jeder, der was erübrigen konnte, baute einen Verkaufstisch vor seinem Fahrzeug auf.

Wer davon etwas interessant fand, konnte direkt vor Ort handeln. „Das macht eben unsere Treffen aus. Das macht mich schon ein Stück stolz“, zog Markus Behrens ein Fazit. Begonnen hatte alles mit einer Facebook-Seite, die er 2018 online stellte.

2023 sollen die Motorhomes wieder am Falkensteinsee ein Stück „American Way of Life“ erlebbar machen.


 

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