Wo Kinder zu Wissenschaftlern werden

Artikel vom 14.01.2022

Stephanie Meyer

Während Christoph (rechts) durch das Fernglas Vögel beobachtet, notieren Rieke und Henry die gesichteten Vogelarten. Bild: Stephanie Meyer

Die Nabu-Ortsgruppe Ganderkesee ruft vom 6. bis 9. Januar dazu auf, Vögel zu zählen und zu melden, um Veränderungen der Vogelbestände festzustellen. Familie Wilkens aus Heide hat schon mitgezählt.

Ausgerüstet mit Fernglas, Stift und Papier ging es für Familie Wilkens aus Heide in den heimischen Garten. Eine Stunde lang beobachteten sie Vögel und notierten die Anzahl jeder Art. Der Grund: die Mitmachaktion „Stunde der Wintervögel“, die von Donnerstag, 6. Januar, bis Sonntag, 9. Januar, läuft. Zum zwölften Mal lädt der Naturschutzbund (Nabu) Ganderkesee Naturfreunde dazu ein, Vögel im Garten, Park oder auf dem Balkon zu zählen und zu melden.?

Viele Arten zu sehen

Familie Wilkens meldet dem Nabu seit circa drei Jahren Vogelarten, die sich in ihrem Garten oder auf der offenen Wiese davor niederlassen. „Wir beobachten immer mal wieder Vögel in unserem Garten“, sagt Mutter Inga Wilkens. „Aber richtig zählen und notieren, das machen wir erst seit ein paar Jahren.“

Die kalten Temperaturen an diesem Tag halten den siebenjährigen Christoph und seine Schwester Rieke (4) nicht davon ab, von 11 bis 12 Uhr die verschiedenen Vogelarten zu zählen. Mit dabei ist auch Freund Henry Ritter (7) von nebenan. Mithilfe eines Steckbriefes mit Bildern heimischer Vogelarten können die Kinder schnell zuordnen, um welche Art es sich handelt.

In den Bäumen auf dem Grundstück konnten sie schon den einen oder anderen Sperling beobachten. Auf der Feldwiese angrenzend zum Garten sind besonders häufig Fasane zu sehen.

„In der Dämmerung können wir hier aber auch oft Eulen in der Eiche beobachten“, ergänzt Inga Wilkens.

Jeder kann was tun

Wie wichtig die Aktion des Nabu für die Vogelwelt ist, erklärt Hans Fingerhut, Vorsitzender der Nabu-Ortsgruppe, an einem Beispiel: „Vor vier Jahren konnten wir durch die Aktion herausfinden, dass sich der Bestand an Feldsperlingen verringert hat. Um dem entgegenzuwirken, wurden vermehrt Stauden angebaut, an denen Feldsperlinge Nahrung finden.“ Jeder Einzelne könne etwas für die Artenvielfalt der heimischen Vögel tun. So seien nicht nur Futterstellen beziehungsweise verschiedene Nahrungsquellen für Vögel im Garten oder auf dem Balkon hilfreich, sondern auch ein „unaufgeräumter Garten“ mit liegengelassenem Laub.

Ausgewertet werden die gemeldeten Sichtungen dann jeweils für den Landkreis Oldenburg und die Stadt Oldenburg, sagt Hans Fingerhut.


 

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