Zusammen bereit für eine neue Narrenzeit

Artikel vom 26.10.2021

Thorsten Konkel

Gewinnerin und Platzierte des Faschingsorden-Wettbewerbs 2021/22: (von links) Katrin Schröer (2. Platz), Siegerin Susanne Sperling, GGV-Pressesprecher Timo Vetter, die drittplatzierte Angie Sperling und GGV-Präsident Thomas Tesch. Bild: Thorsten Konkel

Beim Wettbewerb für den Ganderkeseer Faschingsorden hat Susanne Sperling wieder den Sieg errungen. Was ihr Motiv ausdrückt und wann Orden und Pins erhältlich sind

Sie hat es schon wieder getan: Beim Wettbewerb für den Ganderkeseer Faschingsorden hat Susanne Sperling ein weiteres Mal den Sieg errungen. Das hat Thomas Tesch, Präsident der Faschingsmacher von der Gemeinschaft Ganderkeseer Vereine (GGV), am Mittwochabend im Schützenhof bekanntgegeben. Susanne Sperling hatte bereits den Vorjahresorden zur 70. Session 2020/21 gestaltet, die pandemiebedingt jedoch ausfallen musste. Bei einem GGV-Ordenwettbewerb hat sich die 52-jährige Ganderkeseerin nun insgesamt zum fünften Mal durchgesetzt. Ihr Erfolgsgeheimnis: „In der Familie zeichnen meine Töchter und ich die Entwürfe immer am allerletzten Tag und geben sie dann gleich ab“, verriet sie.

Alte Bekannte

Auch die Zweit- und Drittplatzierten sind alte Bekannte: Im Vorjahr landeten Katrin Schröer und Sperlings Tochter Angie mit ihren Entwürfen gemeinsam auf dem zweiten Platz. Diesmal gewichtete die vielköpfige Jury, bestehend aus Festausschuss- und Ältestenratsmitgliedern, anders: Schröer kam auf Platz zwei gefolgt von Angie Sperling. Bei ihrer Auswahl unter 14 eingereichten Vorschlägen hätten es sich die mehr als 50 Jurymitglieder nicht leicht gemacht, beteuerte Tesch. „Erstmals in unserer Geschichte gab es einen zweiten Durchgang wegen Stimmengleichheit, eine Stichwahl.“ Sperlings Entwurf wecke laut Jury am besten die Lust auf einen Neubeginn nach der Corona-Zwangspause.

Heiß aufs Feiern

„Alle sind heiß auf Fasching, alle wollen endlich wieder feiern, kein Weg ist uns zu weit“, beschrieb die Gewinnerin die Aussage ihrer Zeichnung, die lächelnde Närrinnen und Narren abbildet, die sogar von weit her im Flugzeug oder mit dem Auto zum Fasching anreisen. Eine Uhr zeigt zudem 11.11 Uhr, höchste närrische Zeit also, dem Frohsinn endlich wieder einen Platz im Leben zu geben. Das unterstreicht auch das aktuelle Sessionsmotto: „Zusammen bereit für eine neue Narrenzeit.“ Der Orden wird auch als Pin in einer Auflage von 900 Stück hergestellt, er kostet 3,50 Euro. Die Erstausgabe erfolgt beim Faschingsauftakt am 11.11. im Haus Adelheide.

Alles neu beim Fasching

Im vergangenen Jahr hatten die Narren auf Sperlings Siegermotiv noch Corona-Schutzmasken vor dem Gesicht getragen. Die 71. Session soll dagegen ganz anders werden, befreiender, nicht nur aufgrund des Neustarts nach einjähriger Corona-Zwangspause. Denn die GGV will sich mit einem Rundumschlag auch von vielen alten Zöpfen befreien, muss Ballast abwerfen, Kosten einsparen, um finanziell zukunftsfähig zu bleiben. Ein neuer Festwirt, eine geänderte, kürzere Umzugsstrecke, Änderungen bei Licht, Beschallung und Band an den Büttenabenden sind die Folge. Weitere Änderungen sind nicht ausgeschlossen. Dazu Thomas Tesch: „Wir haben noch ordentlich was zu erledigen!“


 

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