Saubere Arbeit seit 25 Jahren

Am Standort an der Wehdestraße sind die Verwaltung des Abfallwirtschaftsbetriebes sowie der Fuhrpark der Abfallsammlung und die Kfz-Werkstatt beheimatet. Bild: Mohssen Assanimoghaddam/Stadt Oldenburg

OLDENBURG/red – 70.000 Tonnen Abfälle, zweieinhalb Millionen Mülltonnen-Leerungen, 675.000 zurückgelegte Fahrzeug-Kilometer bei der Abfallsammlung und Straßenreinigung, 160.000 Kundinnen und Kunden an den Wertstoffannahmestellen: Der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) Stadt Oldenburg kann mit beeindruckenden Jahreszahlen aufwarten. Die Daten sind Ausdruck der dynamischen Entwicklung, die die Abfallentsorgung und Abfallverwertung in Oldenburg in den vergangenen 25 Jahren unter der Regie des AWB genommen haben. 1996 wurde der aus dem Stadtreinigungsamt hervorgegangene AWB als Eigenbetrieb gegründet.
„Nur wenige Wirtschaftszweige haben sich im Laufe der Zeit so gewandelt wie die Entsorgungswirtschaft“, blickt AWB-Leiter Volker Schneider-Kühn zurück. Bis Anfang der 90er Jahre habe man in der Abfallwirtschaft „nur“ die reine Müllbeseitigung gesehen. „Heute sind unsere Standorte längst zu modernen Wertstoffzentren geworden, in denen viele verschiedene Abfallstoffe getrennt erfasst, behandelt und dann der stofflichen und energetischen Verwertung zugeführt werden. Die heutige Entsorgungswirtschaft versteht sich zum einen bei übernommenen Abfällen als wichtiger und ökologischer Partner der Industrie, zum anderen gewinnen aber auch Abfallvermeidung und umweltfreundlichere Antriebstechnologien erfreulicherweise zunehmend an Bedeutung“, so Schneider-Kühn.
„Der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg steht seit 1996 für kostengünstige und zuverlässige Abfallentsorgung und damit seit einem Vierteljahrhundert für eine professionelle, kundenorientierte sowie umweltfreundliche Dienstleistung im Bereich der Abfallwirtschaft“, gratulierte die zuständige Dezernentin Dr. Julia Figura

Biotonne seit 1996

Bahnbrechend war Anfang 1996 die Einführung der Biotonne. Dadurch wurden in Oldenburg erstmalig Bio- und Restabfall getrennt voneinander gesammelt. Ende 2003 wurde die Deponierung am Standort Eidechsenstraße beendet, in der Folgezeit wurden die Deponieflächen rekultiviert und 2004 in Neuenwege eine mechanische Abfallbehandlungsanlage in Betrieb genommen.
Heute betreibt der AWB neben der Abfallbehandlungsanlage ein Kompostwerk, zwei Wertstoffannahmestellen und ein Schadstofflager und beschäftigt 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Verwaltung hat ihren Sitz am Betriebshof an der Wehdestraße – dort sind auch der Fuhrpark für Abfallsammlung und Straßenreinigung sowie die Werkstatt und das Servicebüro untergebracht.
Diese und weitere Meilensteine in der AWB-Geschichte enthält eine Chronik, die der AWB zu seinem Jubiläum herausgibt. Das 48-seitige Werk ist auf der städtischen Internetseite unter www.oldenburg.de/awb einsehbar.

Quiz statt Feier

Zwar kann der AWB sein 25-jähriges Bestehen Pandemie-bedingt nicht feiern, teilhaben lassen am Jubiläum möchte er die Öffentlichkeit aber dennoch. Und zwar mit einem Online-Quiz auf www.oldenburg.de/awb rund um das Thema Abfallwirtschaft. Wer beispielsweise weiß, wie ein Coffee-to-go-Becher richtig entsorgt wird, hat gute Gewinnchancen. Die ersten 300 Menschen, die alle zehn Fragen korrekt beantwortet haben, können sich einen Gutschein über einen 45-Liter-Kompostsack ausdrucken. Das Quiz ist seit dem vergangenen Montag online zu finden.

AWB-MEILENSTEINE AUS 25 JAHREN:

    1. JANUAR 1996: Das Amt für Abfallwirtschaft wird in die Organisationsform eines Eigenbetriebes umgewandelt – der Abfallwirtschaftsbetrieb Stadt Oldenburg entsteht. Zeitgleich wird die Biotonne eingeführt. Erstmals werden damit Rest- und Biomüll getrennt gesammelt.

    HERBST 1996: Erstmals werden im Stadtgebiet Laubkörbe zur Entsorgung von öffentlichem Laub aufgestellt.

    2000: „Oldenburg räumt auf“ findet erstmals statt.

    DEZEMBER 2003: Die Deponierung am Standort Eidechsenstraße endet. Mit der Rekultivierung wurde bereits 1998 begonnen. 2009 wird hier der Stadtteilpark „Osternburger Utkiek“ eröffnet.

    AUGUST 2009: Gegenüber der Abfallbehandlungsanlage in Neuenwege wird die Wertstoffannahmestelle mit angeschlossener Schadstoffannahme eröffnet.

    NOVEMBER 2013: Für die Innenstadtreinigung wird eine Elektrofahrzeug eingesetzt.

    2014: Die Stadt steigt in die Altpapiersammlung ein. 2017 endet diese, nach lange Querelen wieder. Die ARGE Duales System übernimmt die Sammlung wieder komplett.

    OKTOBER 2017: Der AWB übernimmt das Kompostwerk in Neuenwege von der Firma Remondis.

    2020: Die App „Abfall App OL“ geht an den Start.

    JUNI 2021: Der AWB erhält einen Förderbescheid für die Anschaffung zweier Müllfahrzeuge mit Wasserstoffantrieb.


 

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