3,4 Millionen Euro vom Bund für die Brandsweg-Halle

Artikel vom 02.01.2023

Thomas Husmann

Vor elf Jahren: Im Jahr 2011 wurde in der Halle am Brandsweg ein Sportfest gefeiert. Bild: Archiv/Torsten von Reeken

Die Sporthalle am Brandsweg in Oldenburg ist fast 60 Jahre alt. Nun wird sie für viel Geld grundlegend saniert und energetisch modernisiert. Der Bund beteiligt sich in Millionenhöhe.

In den 60er Jahren wurden das Gymnasium Eversten und jenseits des Bloherfelder Wasserzuges das Schulzentrum Eversten erbaut. Die Gebäude und vor allem die Sporthalle sind in die Jahre gekommen. In der Dachkonstruktion hat sich Feuchtigkeit ausgebreitet, die Umkleidekabinen und Sanitäranlagen haben Patina angesetzt. Und vor allem: Der energetische Zustand des Gebäudes ist aus der Zeit gefallen. Schon in diesem Jahr sollte die Halle saniert werden, doch wurde dieser Plan mit Aussicht auf zu erwartende Zuschüsse aufgeschoben.

Warten belohnt

Das Warten hat sich gelohnt: Der Bund fördert das 7,5 Millionen-Projekt mit knapp 3,4 Millionen Euro, teilt SPD-Bundestagsabgeordneter Dennis Rohde mit. Das hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages auf Rohdes Initiative hin in Berlin beschlossen. Mit dem Geld soll die Drei-Feld-Sporthalle am Brandsweg saniert und energetisch modernisiert werden.

„Die Sporthalle am Brandsweg wird täglich von Schülerinnen und Schülern der Oberschule Eversten und des Gymnasiums Eversten sowie von Sportvereinen genutzt“, so Rohde. „Die Beheizung wird auf erneuerbare Energien umgestellt. Außerdem wird die Halle barrierefrei. Das ist ein unerlässlicher Schritt, damit auch Menschen mit Einschränkungen gleichberechtigt Sport treiben können. Ich freue mich sehr, dass wir als Bund dieses wichtige Projekt für Oldenburg unterstützen können“, teilt Rohde weiter mit.

Die Förderung erfolgt aus dem Programm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ des Bundes. Die nun vom Haushaltsausschuss beschlossene Förderung entspricht gemäß der Förderrichtlinie 45 Prozent der gesamten Projektkosten. Die Stadt ist hoch erfreut über die Zusage, sagt Stadtsprecher Stephan Onnen.

Planungen beginnen

Im kommenden Jahr werde man nun mit der Planung beginnen, dafür wurden im Haushalt 500 000 Euro bereitgestellt. Gebaut wird dann laut Onnen in den Jahren 2024/25. Für den Vereins- und Schulsport steht die Halle dann nicht zur Verfügung. Man wolle zunächst die Sanierung der Drei-Feld-Halle in Kreyenbrück abschließen, damit nicht zeitgleich zwei große Hallen nicht zur Verfügung stehen.


 

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