Die Waldfee spendiert dieses Jahr keinen Tee

Artikel vom 12.11.2021

Bernd Teuber Und Jan Zur Brügge

2019 setzte sich Bastian Martschausky (Nr. 681, DSC) nach dem Start rasch ab und gewann überlegen die 9000 Meter. Bild: Piet Meyer

Nach der coronabedingten Absage findet der Lop dwasch dörn Wildenloh in diesem Jahr wieder statt. Der urige Lauf läuft am Sonntag aber noch in etwas reduzierter Form ab.

Mehr als ein Dutzend Laufveranstaltungen im Jahr gibt es in Oldenburg und der Umgebung normalerweise. Die meisten davon wurden auch in diesem Jahr aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt oder virtuell veranstaltet. Nicht so der „Lop dwasch dörn Wildenloh“ – das urige wie familiäre Rennen mit Start und Ziel am Trimmpfad im Wald an der Grenze von Oldenburg und Ammerland findet an diesem Sonntag ab 10 Uhr in etwas abgespeckter Form zum mittlerweile 39. Mal statt.

Mit 2G-Bedingungen

Dass der „Lop“ über die – nun ja – Waldbühne gehen kann, liegt sicher auch am Grundkonzept, dass seit jeher hinter dem Lauf steht. Weder auf noch an der Strecke sind größere Menschenmengen unterwegs. Gerade einmal 110 Aktive, verteilt auf drei Läufe, werden am Sonntag unter 2G-Bedingungen (Geimpfte und Genesene) starten. Vielen anderen Veranstaltern wäre eine solche Teilnehmerzahl viel zu gering. Beim vom Team Laufrausch organisierten „Lop“ gehört das familiäre Ambiente schon seit Jahren zum besonderen Charme des Laufes.

Ohne Probleme

Auch die Zahl der Helfer, die im Wildenloh zur Durchführung benötigt werden, ist recht überschaubar, so dass die Organisatoren hier keine Probleme haben wie etwa der Oldenburg Marathon. Die Großveranstaltung war im Oktober auch aufgrund fehlender Helfer ausgefallen.

Mit drei Strecken

Da der „Lop“ im Vergleich mit anderen Veranstaltungen traditionell eher spartanisch wirkt, müssen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch gar nicht mal auf so viel verzichten. Der Kinderlauf fällt diesmal aus, aber alle anderen Rennen können aufgrund der 2G-Regelung wie gewohnt stattfinden. Dem Jedermannlauf (10 Uhr) folgten die Wettbewerbe über 3200 (Mittelstrecke, 11 Uhr) und 9000 Meter (Langstrecke, 11.45 Uhr).

Ohne warmen Tee

Anders als in den Jahren zuvor spendiert die Waldfee im Ziel diesmal keinen warmen Tee, es gibt Wasserflaschen. Urkunden kann man sich zu Hause ausdrucken. „So wollen wir verhindern, dass sich die Leute zu lange im Zielbereich aufhalten“, erklärt Stephan Günther aus dem Orga-Team und betont noch einmal, dass keine Nachmeldungen möglich sind. Auf der Langstrecke sind nur 15 der 70 möglichen Startplätze freigeblieben, für die Mittelstrecke haben nur 37 Aktive gemeldet. Es geht diesmal noch etwas familiärer zu.

WO PROMINENTE NAMEN FEHLEN

Auf der Mittelstrecke (37 Meldungen) finden sich in diesem Jahr in der Teilnehmerliste nicht viele prominente Namen aus der Oldenburger Laufszene. Manfred Siebert-Diering vom veranstaltenden Team Laufrausch dürfte hier noch der bekannteste Starter sein.

Auf der Langstrecke (55 Meldungen) sieht es anders aus. Hinter Altmeister Christoph Paetzke (DSC) gibt es gleich mehrere Oldenburger, die sich Hoffnung auf eine Spitzenplatzierung machen können. Neben Fynn-Luca Wolf (TuS Eversten) dürften dies Christoph Theilen, Eike Kruse (beide Team Laufrausch), Olaf Geserick (1. TCO „Die Bären“), Björn Cordes und Dennis Osterfeld sein. Bei den Frauen ist Kai Sachtleber (1. TCO „Die Bären“) weit vorn zu erwarten.


 

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