Ekel-Alarm – Das hilft gegen Mief und Maden in der Bio-Tonne

Artikel vom 08.08.2022

Susanne Gloger

Im Sommer wird die Biotonne oft zum unerwünschten Biotop. Maden und üble Gerüche breiten sich bei warmen Temperaturen schnell aus. Bild: Archiv/Schönig

Wenn es im Sommer heiß wird, beginnt oft das große Krabbeln in der Biotonne. Darf Biotonnen-Pulver benutzt werden? Darf Zeitungspapier in den Biomüll? Die Oldenburger Abfallwirtschaft gibt Antworten.

Da ist Bewegung drin und es stinkt: Biomüll kann bei der Sommerhitze durchaus „aufleben“. Um Ungezieferbefall und Geruchsbelästigungen zumindest einzudämmen, gibt es einige Möglichkeiten, die der Abfallwirtschaftsbetrieb (AWB) Stadt Oldenburg auflistet. Da auch biologische Abfälle aus der Biotonne für den „Oldenburg Kompost“ verwendet werden, sollten sogenannte „Störstoffe“ allerdings vermieden werden.

Fragen und Antworten

Ist etwa Druckerschwärze ein Störstoff? Bioabfälle aus der Küche wandern ja oft in Zeitungspapier verpackt in die Tonne. Oder stört Biotonnen-Pulver, das es im Handel gibt, die Qualität des Oldenburger Biomülls? Der AWB antwortet auf diese Fragen kurz und knapp: „Zeitungspapier darf verwendet werden. Es ist kein Störstoff in der Biotonne. Die Pulver sind häufig mit Pestiziden versehen, dieses darf nicht in die Biotonne.“ Da es auch Deckel mit Biofilter für Biotonnen gibt, könnten die eine Lösung sein? Antwort: „Der AWB verkauft diese Filter nicht. Daher können wir auch zur Sinnhaftigkeit keine Aussage machen.“

Tipps vom AWB

Folgende Tipps für den Umgang mit der Biotonne im Sommer, die helfen sollen, unangenehme Begleiterscheinungen zu minimieren, gibt der AWB:

Bereits vor dem Einfüllen darauf achten, dass sich keine Fliegen auf die Bioabfälle setzen. Den Deckel nur so lange wie nötig öffnen.

Möglichst einen Mülltonnensack aus Papier oder Stärke (keine Plastiktüten!) nutzen; kompostierbare, wachsbeschichtete Papiertüten werden zum Preis von 1,10 Euro für zehn Stück über die Bürgerbüros, die Wertstoffhöfe und im Servicebüro des AWB zum Kauf angeboten.

Keine feuchten Bioabfälle in die Biotonne füllen, sondern restfeuchte in Zeitungspapier einwickeln.

Die Tonne möglichst an einem schattigen Platz aufstellen.

Gartenabfälle, insbesondere Rasenschnitt, vor dem Einfüllen anwelken und austrocknen lassen. Grasschnitt nicht als unterste Lage in den Bioabfallbehälter füllen. Niemals den Inhalt der Biotonne zusammendrücken, also verdichten.

Die Biotonne zwei- bis dreimal pro Jahr (zum Beispiel mit Regenwasser) reinigen und sie vor dem erneuten Befüllen trocknen lassen.


 

Blaulicht-Ticker

Weitere interessante Artikel

Im Ausstellwerk 95 geht ein einfaches Konzept auf

Wer Kunsthandwerk und Design herstellt, kann im Ausstellwerk 95 eine Verkaufsfläche dafür finden. Eine kluge Geschäftsidee setzten zwei Oldenburgerinnen kreativ um. Das Konzept ist ...

GESCHMACKVOLL startet in die zweite Runde

Anzeige

Wer gutes Essen schätzt, nach hochwertiger Kunst sucht und gepflegte Gesellschaft in schönem Ambiente liebt, kommt an dieser Marke nicht vorbei. GESCHMACKVOLL ...

NORDLICHT- Wie kann ich Geld sparen?  

Ich habe letztens ein Video einer Anfang 20-Jährigen gesehen, in dem sie gestanden hat, dass die 26.000 Euro Schulden hat und meinte, dass sie nicht mit Geld umgehen kann. Sie hat das ganze ...

Fahrradspur soll Parkstreifen an Nadorster Straße ersetzen

Die Umgestaltung der Nadorster Straße ist ein Großprojekt. Im ersten Schritt will die Stadt nun Radfahrern mehr Platz einräumen. Doch das Vorhaben erzeugt bereits Gegenwind. An der ...

Senioren helfen Schulkonflikte zu lösen

In Oldenburg gibt es jetzt „Seniorpartner in School“ – zur Mediation mit Schulkindern. Die ersten acht ausgebildeten Ehrenamtlichen starten ab Herbst an zwei Grundschulen. Birthe ...

Deutschlandweit im Einsatz

Anzeige

Als Jürgen Haase 2002 noch unter dem Namen "Fenna Partyservice" anfingt, war es zunächst sieben Jahre lang nebenberuflich. Sein Hauptberuf war ...

„Dieses Jahr ist es schlimmer denn je“

Jeden Tag kommen neue Fundtiere ins Oldenburger Tierheim. Die Mehrzahl davon sind Katzenkinder. Und das, obwohl Kastrationspflicht gilt. Aber es gibt noch andere Gründe für die ...

Tee-, Bekleidungsgeschäft und DJ zusammen auf der Bühne

Wenn ein Teeladen, ein Bekleidungsgeschäft und ein DJ gemeinsam auf der Bühne stehen, dann heißt es wieder: Muse, Mampf & Mammon. Das Event findet am 17. September auf dem ...

Behindertenverband sucht Lösungen gegen die Stolperfalle

Vor einigen Monaten verletzte sich eine blinde Oldenburgerin, weil sie über einen E-Scooter stolperte. Offenbar kein Einzelfall. Der Blinden- und Sehbehindertenverband möchte daher, dass ...

Hörgeräte- Aktionstag am 29. September

Anzeige

Besuchen Sie uns an unserem Hörgeräte-Aktionstag in unserer Filiale in Wiefelstede von 9.00 bis 18.00 Uhr. Ihre persönlichen Hörexperten Sonja Müller und ...

Nordlicht Newsletter  Urlaubsblog - Eine kurze Reise durch die Wochen in Bildern

Ich war einige Wochen weg und wie versprochen, habe ich ein paar Fotos für euch gemacht um euch einen Einblick zu verschaffen.  Ich habe darüber berichtet, dass ich ein Bild ...

In der Tischlerei können Gefangene sich ändern

Die Tischlerei der JVA Oldenburg ist für Gefangene eine gute Möglichkeit, zurück ins Arbeitsleben zu finden und sich weiterzubilden. Unterstützt werden sie dabei von ...

Oldenburger Gefängnis-Zahnarzt schätzt Freiheit im Berufsleben

In der Oldenburger JVA kennt Dr. Eckart Nikolai sich wohl am besten mit Löchern aus. Als Zahnarzt versorgt er die Gefangenen und schätzt die Freiheit, die sein Beruf ihm ...

Endlich Ruhe im Garten

Anzeige

Der Garten ist für viele ein Rückzugsort, um vom Alltag abzuschalten und die Natur zu genießen. Vorbeirauschende Autos, Baustellenlärm oder auch laute ...

Künstlern bei der Arbeit über die Schulter schauen

Das Kunstprojekt „Offene Arteliers“ läuft an den kommenden zwei Wochenenden in Oldenburg und umzu. Mit dabei ist das Künstlerpaar Petra und Peter Knauer, das sich viel von der ...